Kirchenverwaltung - Parteipolitik - Intrigen
04.12.2025
Auf den ersten Blick ist das EAF das Behördenarchiv für das Erzbischöfliche Ordinariat (EO), die zentrale Verwaltung der Erzdiözese Freiburg, und gleichzeitig „Landesarchiv“ für das gesamte Bistum. Bei näherem Hinsehen zeigt sich jedoch, dass es in Wirklichkeit aus mehreren einst selbständigen Archiven besteht. Nicht nur, weil es eine ganze Reihe von Archiven eigenständiger Einrichtungen wie Pfarreien oder Dekanate verwahrt, sondern weil es, wie auch das EO, aus der Fusion mehrerer einst eigenständiger Behörden bzw. deren Archiven entstanden ist. Die beiden größten und wichtigsten sind zum einen das Ordinariat – in anderen Gegenden Deutschlands würde es als Generalvikariat bezeichnet – zum anderen die bis Ende 1974 eigenständige Erzbischöfliche Finanzkammer.
750 Jahre Liber Decimationis
27.11.2025 |
Ein Steuerverzeichnis und mit ihm viele Orte und Kirchen im alten Bistum Konstanz feiern Geburtstag
Im Jahr 2025 können die politischen Gemeinden Schonach im Schwarzwald, Möglingen bei Stuttgart, Egg im Vorarlberg, Lungern im Kanton Obwalden und die Kirchengemeinden in Staufen, Lenzkirch und Göppingen ihren 750. Geburtstag feiern, da ihre erste schriftliche Erwähnung in das Jahr 1275 fällt! Der Grund für diese und zahlreiche weitere Jubiläen liegt in einer Handschrift, die heute im Erzbischöflichen Archiv Freiburg verwahrt wird: Dem sogenannten Liber Decimationis.
Der typische Archivmitarbeitende heißt Michael, hat 2,01 Kolleg:innen und arbeitet in einem Kommunalarchiv
21.11.2025 |
Statistische Einblicke in das Archivwesen Südwestdeutschlands
Archive gelten als wichtige Gedächtnis- und Kulturinstitutionen, die jedoch ein etwas staubiges Image haben. Doch hinter jedem Findbuch, jeder Beratung, jedem gereinigten Aktenfaszikel und jedem Gespräch im Lesesaal oder am Mikrofilmlesegerät stehen Menschen. Sie verzeichnen, entmetallisieren, recherchieren, beantworten Anfragen, beraten Behörden, führen Digitalisierungsvorhaben durch und sorgen dafür, dass das Archivgut sachgerecht gelagert wird, damit es auch zukünftigen Generationen zur Verfügung steht.
Rückschau auf die Tagung "Aufarbeitung, Aufbau und Aufbruch"
14.11.2025
Für die Tagung vom 6. bis 8. November kamen Expertinnen und Experten sowie Interessierte aus verschiedenen Bistümern zusammen. Die Veranstalter luden Fachkundige aus Geschichtswissenschaft und Theologie ein, um fünf Themenschwerpunkte in vergleichender Perspektive zu beleuchten. Das Format war bereits 2021 anlässlich der Jubiläumstagung zur Oberrheinischen Kirchenprovinz (1821-2021) gewinnbringend umgesetzt worden. Das diesjährige Treffen nahm sich die Zeitspanne zwischen dem Ende des Zweiten Weltkriegs und dem Beginn des Zweiten Vatikanischen Konzils vor. Ging man mit der Haltung hinein, dass zum Wiederaufbau doch bestimmt schon alles gesagt wurde, wurde man eines Besseren belehrt.
Beilagen in Kirchenbüchern
06.11.2025
Wer bei Kirchenbüchern nur an Tauf-, Ehe- oder Sterbeeinträge denkt, wird überrascht sein, welche anderen stummen Zeitzeugnisse sich darin finden lassen. Neben Zeitungsartikeln, Totenscheinen und Informationen, die die jeweiligen Einträge betreffen oder ergänzen, finden sich manchmal auch eher unerwartete Schriftstücke, Zettel oder sonstige Gegenstände, die in Kirchenbücher hineingelegt und manchmal auch darin vergessen wurden.
Online verfügbar: Die Kriegsberichte der Erzdiözese Freiburg
30.10.2025 |
Sonderdrucke aus dem Freiburger Diözesan-Archiv (FDA)
Mit der bedingungslosen Kapitulation des Deutschen Reiches am 8. Mai 1945 endete der Zweite Weltkrieg in Europa. Weniger als zwei Wochen später, am 17. Mai 1945, forderte Erzbischof Conrad Gröber sämtliche Pfarrämter dazu auf, aus ihrer Perspektive über die wichtigsten Ereignisse der letzten Kriegs- und ersten Nachkriegstage zu berichten. Dazu hatte er fünf Leitfragen formuliert, an denen sich die Geistlichen orientieren sollten. Manche Pfarrer antworteten binnen weniger Tage, andere erst Monate oder Jahre später, nachdem sie zweimal oder gar dreimal gemahnt worden waren. Einige Berichte kamen auch nie in Freiburg an, sei es, dass sie nicht geschrieben wurden, sei es, dass sie unterwegs verlorengegangen sind.
Archivar:innen hassen Sie für diesen Trick: 5 Beispiele für Socialmediaarbeit
23.10.2025 |
Nummer 3 wird dich überraschen
Die Arbeit mit sozialen Medien ist heutzutage kaum noch wegzudenken. Auch Archive und Kultureinrichtungen widmen sich seit einigen Jahren verstärkt dieser zu. In diesem Beitrag gibt es einige Beispiele für Socialmediaarbeit im Bereich Archivwesen.
Vom Deutschen Archivtag 2025 in Fulda
16.10.2025 |
Eine Rückschau
Das Gelernte, Gehörte und Besprochene aus drei Tagen "92. Deutscher Archivtag" in einer einigermaßen gut lesbaren (Kurz-)Fassung wiederzugeben ohne sich in Details und zu langen Ausführungen zu verlieren, überlassen wir gerne anderen Kolleginnen und Kollegen. Wir lenken stattdessen den Fokus auf zwei, drei Dinge, die wir aus den vielen Beiträgen und Nebengesprächen mitnehmen. Hier gibt es also eine etwas knappere Rückschau zum diesjährigen Treffen in Fulda.
Archive mysteries: Bilderstrecke von Franz Joseph Spiegler
09.10.2025
In unserer Reihe der „Archive Mysteries“ stellen wir Objekte, Bilder oder Archivalien vor, über deren Kontext wir nur sehr wenig wissen. Wir hoffen auf das Wissen unserer Nutzerinnen und Nutzer sowie ihre Freude am Rätseln. Diesmal geht es um eine Reihe unbekannter Deckenmalereien von Franz Joseph Spiegler.
Wichtigkeitshierarchien oder Wer ist wirklich wichtig?
02.10.2025
Archive sind dazu da, Akten und Dokumente aller Art für die Zukunft zu bewahren, als Unterlagen, die benötigt werden, um die unterschiedlichsten Fragen beantworten zu können. Beispielsweise die Frage, welches denn die wichtigsten Personen in der Freiburger Bistumsleitung seien. Als Mitarbeitende des Archivs haben wir die korrekte Antwort jederzeit parat: Selbstverständlich wir, denn schon die alten Römer wussten, dass „quod non est in actis, non est in mundo“, oder, frei übersetzt, dass das, was nicht in den Akten steht, gar nicht existiert. Und da für die Akten das Archiv zuständig ist, ist ganz klar, wo die Wichtigsten zu finden sind, denn ohne das Archiv und seine Akten wäre die Welt wie am allerersten Tage – wüst und leer.
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