Das EAF in Zahlen
12.02.2026
Dies ist der 123. Beitrag zum Archivblog. Ich möchte euch mitnehmen durch das Archiv, ein wenig kreuz und quer, wie ich es selbst bereits vielfach durchquert habe, vielleicht aber etwas anders als sonst. Anders, als ich es normalerweise tun würde. In Vorbereitung auf diesen Beitrag jedenfalls habe ich das Archiv auf eher verschlungenen Wegen unsicher gemacht, und es mag manchen Leuten befremdlich vorgekommen sein, wenn ich murmelnd mit einem Zettel in der einen und einem Bleistift in der anderen Hand herumgestapft bin und meinen Blick auf die unterschiedlichsten Dinge gerichtet habe. Ich habe auf andere Dinge geachtet, als ich es normalerweise tun würde. Nun möchte ich euch diese Räumlichkeiten vorstellen, auf eine Weise auf die ihr sie ansonsten wahrscheinlich eher nicht betrachtet hättet: in Zahlen. An dieser Stelle möchte ich anmerken, dass die hier angegebenen Informationen so sind, wie ich sie zu einem bestimmten Zeitpunkt, teilweise auch nur ungefähr, ermitteln konnte – es handelt sich um eine Momentaufnahme. Trotzdem hoffe ich, dass dadurch ein Eindruck entstehen kann, gerade für diejenigen, die das Erzbischöfliche Archiv noch nie betreten haben; aber ich hoffe auch, dass mit dem Hause durchaus vertraute Personen ebenfalls etwas Neues darüber erfahren können.
Dekanatsarchive
06.02.2026
Bei den Dekanatsarchiven handelt es sich vermutlich nicht um die bekannteste Bestandsgruppe im EAF. Schade eigentlich, bieten die Archivalien doch zahlreiche Erkenntnismöglichkeiten für die historische und kirchengeschichtliche Forschung, aber auch für lokal Interessierte. Sie sollen in gebotener Kürze vorgestellt werden.
Zeitschriften (nicht nur) für Archivar:innen (2)
30.01.2026 |
Europäische archivfachliche Zeitschriften im Überblick
Schon im letzten Beitrag über Publikationen im Archivwesen gab es zahlreiche archivwissenschaftliche Zeitschriften. Doch der Markt ist nicht nur in Deutschland groß. Auch international gibt es eine große Anzahl archivwissenschaftlicher Fachzeitschriften. Im Folgenden daher ein kleiner Überblick über Zeitschriften aus dem europäischen Ausland. Die Liste erhebt jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Wenn der Netzwerkausfall zu einem interessanten Fund führt...
22.01.2026
Eine technische Störung muss nichts Schlechtes sein. Manchmal veranlasst sie einen dazu, im eigenen Büro nach einer anderen Beschäftigung zu suchen, weil der Zugriff auf die E-Mails, das Laufwerk und die Verzeichnungssoftware auf unbestimmte Zeit nicht zur Verfügung stehen. In solchen Fällen kann man sich mühelos dem Analogen zuwenden, denn davon gibt es in Archiven bekanntermaßen mehr als genug. Der Zeitpunkt für einen Blick in die drei verstaubten Kartons im Regal könnte idealer nicht sein...
Kuriosa: Pfarrer und Viehzucht
15.01.2026
Dass Archivarinnen und Archivare einen schönen Beruf haben, braucht ihnen niemand zu sagen. Das wissen sie, und sie erfahren es bei ihrer Arbeit immer wieder. Zwar retten sie, anders als etwa Notärztinnen oder Feuerwehrmänner, in aller Regel keine Leben, aber sie machen durch ihre Arbeit manches Leben schöner. Nicht zuletzt das eigene, beispielsweise dann, wenn sie beim Verzeichnen oder Recherchieren auf unerwartete, interessant aussehende Aktentitel stoßen – und sich die Zeit nehmen (können), näher hinzusehen.
Termine für Archivarinnen und Archivare 2026
07.01.2026
Auch das Jahr 2026 bietet wieder eine Vielzahl von Terminen, Vorträgen, Tagungen, Symposien, Workshops und Ähnlichem für Archivarinnen und Archivare sowie Fachpublikum. Hier eine kleine Zusammenstellung für das Jahr 2026 mit Konferenzen und Veranstaltungen mit Themenschwerpunkt Archiv und Archivwissenschaft.
Eine kleine Kulturgeschichte der gebrannten Mandel
18.12.2025
Komplexe Kulturprodukte entstehen meist über längere Zeiträume hinweg. Sie sind keineswegs voraussetzungslos und treten daher auch meistens nicht historisch-spontan, lebensweltlich-unintendiert oder isoliert auf. Sie sind von einer Vielzahl latenter und manifester Faktoren abhängig.
Das were in unsers herren von costenntz registern
11.12.2025 |
Zur Verwendung der Handschrift EAF Ha 56 in einem Gerichtsprozess im Jahr 1435
Die Handschrift Ha 56 aus dem Erzbischöflichen Archiv Freiburg (EAF), allgemein nach ihrem prominentesten Teil auch Liber Decimationis genannt, ist bereits vielfach in Untersuchungen gewürdigt worden. Bisher noch ungeklärt scheint aber ein kleines Detail zu sein, dem in diesem Beitrag nachgegangen werden soll: Auf einem zu Beginn des Bandes eingeklebten Blatt, das aber wohl schon ursprünglich Teil der Handschrift war, findet sich ein Vermerk aus dem 17. Jahrhundert (?), der folgendermaßen lautet: Nota. Anno 1435 iuxta Protocolum Y pagina 172 fuit hic liber pro authentico declaratus.(1) Wie ist diese Passage zu verstehen und was wurde hier 1435, gut 100 Jahre nach der Anlage der Handschrift, für echt erklärt und warum?
Kirchenverwaltung - Parteipolitik - Intrigen
04.12.2025
Auf den ersten Blick ist das EAF das Behördenarchiv für das Erzbischöfliche Ordinariat (EO), die zentrale Verwaltung der Erzdiözese Freiburg, und gleichzeitig „Landesarchiv“ für das gesamte Bistum. Bei näherem Hinsehen zeigt sich jedoch, dass es in Wirklichkeit aus mehreren einst selbständigen Archiven besteht. Nicht nur, weil es eine ganze Reihe von Archiven eigenständiger Einrichtungen wie Pfarreien oder Dekanate verwahrt, sondern weil es, wie auch das EO, aus der Fusion mehrerer einst eigenständiger Behörden bzw. deren Archiven entstanden ist. Die beiden größten und wichtigsten sind zum einen das Ordinariat – in anderen Gegenden Deutschlands würde es als Generalvikariat bezeichnet – zum anderen die bis Ende 1974 eigenständige Erzbischöfliche Finanzkammer.
750 Jahre Liber Decimationis
27.11.2025 |
Ein Steuerverzeichnis und mit ihm viele Orte und Kirchen im alten Bistum Konstanz feiern Geburtstag
Im Jahr 2025 können die politischen Gemeinden Schonach im Schwarzwald, Möglingen bei Stuttgart, Egg im Vorarlberg, Lungern im Kanton Obwalden und die Kirchengemeinden in Staufen, Lenzkirch und Göppingen ihren 750. Geburtstag feiern, da ihre erste schriftliche Erwähnung in das Jahr 1275 fällt! Der Grund für diese und zahlreiche weitere Jubiläen liegt in einer Handschrift, die heute im Erzbischöflichen Archiv Freiburg verwahrt wird: Dem sogenannten Liber Decimationis.
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