Archive mysteries: ein dekorativer Innenraum

25.03.2026 |

In unserer Reihe der „Archive Mysteries“ stellen wir Objekte, Bilder oder Archivalien vor, über deren Kontext wir nur sehr wenig wissen. Wir hoffen auf das Wissen unserer Nutzerinnen und Nutzer sowie ihre Freude am Rätseln. Diesmal geht es um den dekorativen Innenraum einer Kirche.

Die Glasplatten befanden sich in einer Verpackung mit ein paar Objekten, die J. Schroth zugeordnet werden konnten. Ihre Ränder sind inzwischen etwas beschädigt, aber die Aufnahmen sind bis auf die helle Belichtung noch gut zu erkennen. 
 
 
Der Innenraum der Kirche auf der ersten Glasplatte scheint ausgemalt gewesen zu sein, insbesondere um den Chor und in der linken Seitenaltarnische. Am Chorbogen ist das sogenannte Comma Johanneum, ein Zusatz zu einem Zitat aus dem Ersten Brief des Johannes, zu lesen: Drei sind die Zeugnis gaben im Himmel: der Vater, das Wort u. der Hl. Geist u. diese drei sind eins (1. Johannes 5,7). Am Übergang vom Chor zur Vierung sind ein Alpha und ein Omega aufgemalt. Die Vierung ist außerdem von Säulen gerahmt und hat ein flaches, verziertes Kassettendach. In der Mitte vor den Treppenstufen liegt ein Sarg auf dem Boden.
 
 
Auf der zweiten Glasplatte sind der rechte Seitenaltar sowie ein Teil der Südseite aus der Nähe fotografiert worden. Der Altarretabel zeigt Szenen aus dem Leben des Hl. Josef (u. a. Flucht nach Ägypten, Geburt Jesu und Tod Josefs). Die Motive auf den Glasfenstern sind nur schwer zu erkennen. Des Weiteren sind auf der Aufnahme noch drei Vorhänge zu erkennen, die vermutlich die in die Wand eingelassenen Beichtstühle verdecken sollen.
 
Falls Ihnen der Innenraum der Kirche bekannt vorkommt und Sie einen Hinweis für uns haben, melden Sie sich gerne über: archiv@ordinariat-freiburg.de. Für Tipps sind wir sehr dankbar!
 
Sarah Mammola,
Anna Zimmermann