Unser Archivblog wird eins
07.08.2024 |
Ein Zwischenbericht mit Ausblick
An der Umsetzung sind zwei Personen aus unserem Team maßgeblich beteiligt. Da der Blog aber nebenbei zu den anderen Aufgaben im Archiv umgesetzt wird, sollte die Beitragsfrequenz handhabbar bleiben. Wir veröffentlichen deshalb jede Woche einen Blogartikel und achten darauf, dass sich die Themen sowie die Beitragenden abwechseln. Wir bemühen uns darum, die gesamte Diözese in den Blick zu nehmen, denn das EAF ist trotz seines Standortes keineswegs nur ein Freiburger Archiv. Aus technischer Sicht können wir auf ein Content Management System (SESAM) zurückgreifen, unter dem auch unsere Homepage läuft. Auf Anregung eines Kollegen wurde vor ein paar Monaten ein RSS-Feed eingerichtet, damit neue Beiträge auch wahrgenommen werden können.
Die Arbeit am Archivblog bereitet uns insgesamt sehr viel Spaß und wir wollen sie unbedingt fortführen. An Ideen mangelt es definitiv nicht: die ein oder andere Anfrage an das Archiv kann inspirierend sein, genauso kann man beim Erfassen und Verzeichnen auf kuriose Schreiben oder seltsam anmutende Wörter stoßen. Manchmal merkt man in der Kommunikation mit Nutzenden, dass Dinge nicht offensichtlich sind, sodass man Grundsätzliches zu Archivarbeit oder konkreten Abläufen im EAF im Nachgang etwas ausführlicher in einem Blogartikel erklärt. Für einige Beiträge erschienen sicherlich auch Jubiläen oder intern gestartete beziehungsweise abgeschlossene Projekte als berichtenswert. Schließlich bieten neue technische Entwicklungen, Probleme bei der (manchmal zu-viel-versprechenden) Digitalisierung oder das Ausprobieren einer Software den passenden Anlass.
Auf technischer Ebene planen wir einen Umzug auf einen eigenen Mandanten, denn für unsere Extrawünsche ist das System in der aktuell genutzten Form nicht ausgelegt. Wir freuen uns sehr, dass die verantwortliche Abteilung uns hier bei der Umsetzung unterstützt. Demnächst können wir in die Testphase übergehen.
Sarah Mammola, Tony Franzky
Vor einem Jahr ging der Blog des Erzbischöflichen Archivs Freiburg online. Worüber haben wir in der Zwischenzeit geschrieben, was nehmen wir uns für das zweite Jahr vor und wie hoch ist eigentlich der Arbeitsaufwand rund um einen Blog? Wir nutzen den Anlass, um eine erste Bilanz zu ziehen und unsere nächsten Ziele mitzuteilen.
Idee und Umsetzung
Der Archivblog entstand, weil wir uns im Team überlegt hatten, mehr von unserer Arbeit nach außen kommunizieren zu wollen. Zwar bieten wir regelmäßig Archivführungen an und haben Seminargruppen von der Universität Freiburg im Lesesaal zu Besuch, dennoch sollte es zusätzlich ein online Angebot für alle Interessierte geben. Der Blog schien hierfür das passende Format zu sein.
An der Umsetzung sind zwei Personen aus unserem Team maßgeblich beteiligt. Da der Blog aber nebenbei zu den anderen Aufgaben im Archiv umgesetzt wird, sollte die Beitragsfrequenz handhabbar bleiben. Wir veröffentlichen deshalb jede Woche einen Blogartikel und achten darauf, dass sich die Themen sowie die Beitragenden abwechseln. Wir bemühen uns darum, die gesamte Diözese in den Blick zu nehmen, denn das EAF ist trotz seines Standortes keineswegs nur ein Freiburger Archiv. Aus technischer Sicht können wir auf ein Content Management System (SESAM) zurückgreifen, unter dem auch unsere Homepage läuft. Auf Anregung eines Kollegen wurde vor ein paar Monaten ein RSS-Feed eingerichtet, damit neue Beiträge auch wahrgenommen werden können.
Bisherige Themenbereiche und Artikel
Über die Monate haben sich die folgenden sechs Themenbereiche herauskristallisiert:
- Unser Archiv und seine Bestände [z. B. DMS, Praktikum, Repertorien, Nachlässe]
- Archivarbeit und -begriffe [z. B. Entmetallisieren, Archivwürdigkeit, Provinzkonferenz]
- Historisches und Kirchengeschichte [z. B. Bistumsgrenzen, Erzbischofswahlen, Kirchenmusik]
- Digitale Langzeitarchivierung und Digitalisierung [z. B. Chat GPT, Leitfaden private Archivierung, digitale Ressourcen]
- Recherchefunde und Kuriositäten [z. B. Brunnen, Römische Funde, unbebautes Grundstück, Backrezepte]
- Gastbeiträge zu anderen Archiven [z. B. Donaueschingen, Karlsruhe, Düsseldorf]
Es sind 55 Artikel entstanden, von denen mit Abstand der meistgelesene das Projekt zur Digitalisierung der Kirchenbücher betraf, dicht gefolgt vom KI-Soundtrack zu unserer Nutzungsordnung.
In der Reihe "Archive mysteries" zeigen wir Bilder von Glasplatten, bei denen wir selbst nicht so genau wissen, was darauf zu sehen ist oder wo die Aufnahme gemacht wurde. Als erfreuliches Ergebnis können wir vermelden, dass uns in einem Fall eine Auflösung zukam.
Wie groß ist der Arbeitsaufwand?
Die grundlegenden Voraussetzungen für den Archivblog sind die Motivation zum Schreiben und eine Plattform zur Darstellung der produzierten Inhalte. Zeitmanagement kommt zwar auch hinzu, aber – wie bei allen, parallel zu erledigenden Aufgaben – kommt man mit Priorisierung und Arbeitsteilung sehr weit. Ein zeitintensiver Faktor, der uns in dem Ausmaß hingegen nicht so bewusst war, ist der Bereich der Illustration. Jeder Blogbeitrag hat ein Vorschaubild und der Text wird durch weitere Fotos, Scans oder Grafiken begleitet. Für dieses Ergebnis scannen wir Fotos oder Auszüge aus Akten, erstellen Diagramme oder arbeiten mit einer generativen KI. Die Bilder müssen dann separat zum Text hochgeladen, mit Metadaten versehen, mit dem Artikel verknüpft und schließlich ins Layout integriert werden. Die Schritte sind keineswegs kompliziert, benötigen aber mitunter mehr Zeit als das bloße Verfassen des Textes.
Die Arbeit am Archivblog bereitet uns insgesamt sehr viel Spaß und wir wollen sie unbedingt fortführen. An Ideen mangelt es definitiv nicht: die ein oder andere Anfrage an das Archiv kann inspirierend sein, genauso kann man beim Erfassen und Verzeichnen auf kuriose Schreiben oder seltsam anmutende Wörter stoßen. Manchmal merkt man in der Kommunikation mit Nutzenden, dass Dinge nicht offensichtlich sind, sodass man Grundsätzliches zu Archivarbeit oder konkreten Abläufen im EAF im Nachgang etwas ausführlicher in einem Blogartikel erklärt. Für einige Beiträge erschienen sicherlich auch Jubiläen oder intern gestartete beziehungsweise abgeschlossene Projekte als berichtenswert. Schließlich bieten neue technische Entwicklungen, Probleme bei der (manchmal zu-viel-versprechenden) Digitalisierung oder das Ausprobieren einer Software den passenden Anlass.
Ausblick
Inhaltlich werden wir die oben genannten Themengebiete beibehalten, denn unsere ständig wachsende Excel-Datei hält noch viele Ideen für künftige Artikel bereit. Wir hoffen, dass die angebotene Mischung möglichst viele anspricht.
An der Form wollen wir Einiges verändern; etwa eine sinnvolle Filtermöglichkeit nach Themen und anderen Kriterien, außerdem die Vergabe von Schlagworten und die Möglichkeit zur Suche danach. Zudem visieren wir mehr stilistische Freiheiten und andere Formen der Contentbereitstellung an. Perspektivisch würden wir den Kriegsberichten aus der Diözese Freiburg, welche in mehreren aufeinanderfolgenden Bänden des FDA erscheinen, einen größeren Platz einräumen wollen.
An der Form wollen wir Einiges verändern; etwa eine sinnvolle Filtermöglichkeit nach Themen und anderen Kriterien, außerdem die Vergabe von Schlagworten und die Möglichkeit zur Suche danach. Zudem visieren wir mehr stilistische Freiheiten und andere Formen der Contentbereitstellung an. Perspektivisch würden wir den Kriegsberichten aus der Diözese Freiburg, welche in mehreren aufeinanderfolgenden Bänden des FDA erscheinen, einen größeren Platz einräumen wollen.
Auf technischer Ebene planen wir einen Umzug auf einen eigenen Mandanten, denn für unsere Extrawünsche ist das System in der aktuell genutzten Form nicht ausgelegt. Wir freuen uns sehr, dass die verantwortliche Abteilung uns hier bei der Umsetzung unterstützt. Demnächst können wir in die Testphase übergehen.
Gastbeiträge
Wir danken unseren Kolleginnen und Kollegen für die Archiv- und Sammlungsvorstellungen. Aus unserer Sicht ist es nur wünschenswert, wenn Informationen aus anderen Archiven und Kultureinrichtungen weitergegeben werden - und wir bekommen selbst auch gerne Einblicke in die Bestände oder Projekte der anderen.
Sarah Mammola, Tony Franzky
