Archivarbeit: Entmetallisierung
28.02.2024 |
Zur Alltagsarbeit im Archiv zählt die Verzeichnung und Erschließung von Beständen. Solange es noch unverzeichnetes Schriftgut in Papierform gibt, wird auch dieser mitunter lästige, aber notwendige Schritt kaum wegzudenken sein: das Entmetallisieren (oder: Enteisen).
Während man im Archiv der ähnlich klingenden Musikgenrebezeichnung nicht unbedingt abgeneigt ist, so sind sich Archivmitarbeitende beim Material Metall doch sehr einig: es ist unwillkommen. Da Metall korrodiert, soll es gar nicht erst mit den Unterlagen ins Magazin gebracht werden, sondern schon vorher entnommen werden.
Für gewöhnlich findet das Metall seinen Weg ins Archiv in Form von Heft-, Ecken- und Büroklammern an den Blättern oder es gelangt mit dem Aktenordner hinein. Am Ordner ist es zur Verstärkung der Ränder zu finden oder in der Ringmechanik. Bleibt das Metall am Papier, dann hinterlässt es einerseits Rost an den Stellen, andererseits verteilt sich der poröse Rost auf andere Blätter oder Archivalien im selben Karton. Die Substanz greift also das Papier nach einiger Zeit an.
Entmetallisieren ist daher ein notwendiger Arbeitsschritt und trägt dazu bei, dass das Archivgut für die Ewigkeit erhalten bleibt. Eine kontemplative Arbeit ist es allerdings nicht, denn mit der Zeit machen sich die Fingerkuppen bemerkbar – so die leidvolle Praxiserfahrung.
Wie wird entmetallisiert?
Vorausgeschickt sei, wie nicht entmetallisiert wird: mit einem Heftklammerentferner. Das Schriftgut, das an ein Archiv abgegeben wird, hat für gewöhnlich bereits ein paar Jahre oder Jahrzehnte hinter sich. Beim Einsatz des Klammerentferners würde nicht die Klammer sauber aus dem Papier herausgelöst werden, sondern das Papier würde reißen. Aus diesem Grund gehen die Archivmitarbeitenden im EAF einen umständlicheren Umweg und benutzen zum Entmetallisieren einen Spatel aus dem Bastelladen. Dieser Spatel hat ein flaches und ein dickeres, angeschrägtes Ende.
Vorausgeschickt sei, wie nicht entmetallisiert wird: mit einem Heftklammerentferner. Das Schriftgut, das an ein Archiv abgegeben wird, hat für gewöhnlich bereits ein paar Jahre oder Jahrzehnte hinter sich. Beim Einsatz des Klammerentferners würde nicht die Klammer sauber aus dem Papier herausgelöst werden, sondern das Papier würde reißen. Aus diesem Grund gehen die Archivmitarbeitenden im EAF einen umständlicheren Umweg und benutzen zum Entmetallisieren einen Spatel aus dem Bastelladen. Dieser Spatel hat ein flaches und ein dickeres, angeschrägtes Ende.
Wie die Bilderstrecke illustrieren soll, schiebt man die flache Seite des Spatels zwischen das Papier und die zwei Bögen der Klammer. Anschließend werden die Bögen nach oben gedrückt und von der Rückseite aus vorsichtig aus dem Papier gezogen.
Etwas anders läuft das Entmetallisieren bei Büroklammern. Hier ist es oft nicht möglich, sie ohne Beschädigung des Papiers nach oben heraus zu ziehen. Mit dem breiteren Ende des Spatels wird eine Seite der Klammer vorsichtig angehoben und dann nach oben gebogen.
Etwas anders läuft das Entmetallisieren bei Büroklammern. Hier ist es oft nicht möglich, sie ohne Beschädigung des Papiers nach oben heraus zu ziehen. Mit dem breiteren Ende des Spatels wird eine Seite der Klammer vorsichtig angehoben und dann nach oben gebogen.
Sarah Mammola


