Hl. Radolt von Verona

13. September

Relief des heiligen Bischofs Radolt mit Mitra, Buch und Krummstab auf seinem Grabmal im Radolfzeller Münster
Hl. Radolt, Relief, Grabmal, Radolfzell Münster ULF, 1538 Bildnachweis: Erzbischöfliches Ordinariat Freiburg i. Br., Bildarchiv, Aufnahme: Michael Eckmann

Radulph (auch Radolt, Ratold oder Radolf) wurde um 770 geboren und stammte aus dem alemannischen Hochadel. Nach seiner Ausbildung in der Klosterschule auf der Reichenau stieg er bis zum Hofkaplan Pippins, des Königs von Italien, und schließlich zum Bischof von Verona auf. Später zog es ihn in seine Heimat am Bodensee zurück. Dort gründete er im Jahr 826 die Klosterzelle „Cella Ratoldi“, woraus sich die heutige Stadt Radolfzell entwickelte, die bis heute stolz seinen Namen trägt.

Radulph wurde nach seinem Tod um 847 in seinem Kloster bestattet, sein Grabmal aus dem Jahr 1538 befindet sich heute im Radolfzeller Münster. Auf der Deckplatte befindet sich in Hochrelief die Darstellung des heiligen Bischofs Radolt in vollem Ornat mit Mitra, Inful, Buch und Krummstab. Wie die Umschrift verrät, gab es ein Vorgängergrab. Die kunstvolle Renaissance-Platte ersetzte damals die ältere, romanische Ruhestätte und hält das Andenken an den Gründungsvater der Stadt bis heute lebendig.

Autorin: Maya Uramowicz