Hl. Pelagius von Aemona
1. September
Wer die Pfarrkirche St. Pelagius in Laufenburg-Hochsal besucht, blickt auf dem Hochaltar auf eine eindrucksvolle Statue des Kirchenpatrons. Sie zeigt den Heiligen Pelagius nicht im traditionellen Gewand eines Diakons, sondern als elegant gekleideten Edelmann mit Hut, modischem Gewand und Stiefeln. In seinen Händen trägt er Symbole mit tiefer Bedeutung: Das Schwert auf der linken Seite verweist auf seinen gewaltsamen Tod durch Enthauptung, während die Märtyrerpalme in seiner rechten Hand für seinen Triumph im Glauben steht.
Der Legende nach stammte Pelagius aus einer vornehmen Familie der römischen Provinz Pannonien. Nach dem frühen Tod seiner Eltern verschenkte er sein großes Vermögen an die Armen und wirkte fortan als Diakon. Wegen seines unerschrockenen Eintretens für die verfolgten Christen und seiner offenen Kritik an der grausamen Gewaltherrschaft der römischen Machthaber wurde er im 3. Jahrhundert gefangen genommen, schwer gefoltert und schließlich hingerichtet. Seine Gebeine gelangten im Mittelalter nach Konstanz, wodurch er zu einem der meistverehrten Heiligen im alemannischen Raum und zum Schutzpatron von Konstanz wurde.
Autorin: Maya Uramowicz