Hl. Lioba
28. September
Die heilige Lioba wurde um 710 in Wessex (Südengland) geboren. Ihre Eltern gehörten dem höheren Adel an. Im Benediktinerinnenkloster Wimborne wurde der jungen Lioba eine umfassende Ausbildung zuteil und später das Amt der Lehrerin übertragen. Einem eigenen Wunsch gemäß folgte sie um 740 mit einigen Gefährtinnen dem Ruf ihres Verwandten, des hl. Bonifatius, und kam nach Germanien (Deutschland). Hier wird ihr die Leitung des Frauenklosters Tauberbischofsheim übertragen.
In der Folgezeit nahm Lioba eine herausragende Stellung unter den Frauen im Umfeld des hl. Bonifatius ein. Sie setzte ihre umfassende Bildung gezielt ein, um kirchliches und kulturelles Leben nach den Wirren der Völkerwanderung neu bzw. überhaupt erstmals zu etablieren.
Im näheren und weiteren Umfeld von Tauberbischofsheim erfolgten weitere Klostergründungen, die unter die Leitung von Frauen aus dem Wirkungskreis Liobas gestellt wurden. Dort ging sie mit der Ausbildung zahlloser junger Klosterfrauen ihrer Bestimmung nach. Liobas tatkräftigem Engagement ist die Entfaltung einer eigenen benediktinischen Lebensform weiblicher Religiosen in deutschen Regionen zu verdanken.
Autorin: Lara-Sophie Straub