Edith Stein/Hl. Teresia Benedicta vom Kreuz – Bistumsjubiläum
 

Edith Stein/Hl. Teresia Benedicta vom Kreuz

 
9. August: Est 4,17k-m.r-t
„Herr, unser König, du bist der Einzige. Hilf mir! Denn ich bin alleine und habe keinen Helfer außer dir; die Gefahr steht greifbar vor mir.“ Est 4,17l
 
Edith-Stein-Fenster, Günther Van Look, 2001, Freiburger Münster Choreingang Süd.

Quelle: Erzbischöfliches Ordinariat Freiburg i. Br., Bildarchiv, Aufnahme Peter Trenkle

 
Edith Stein (1891–1942) war eine Philosophin jüdischer Herkunft, die später zum Christentum konvertierte und als Karmelitin unter dem Namen Teresia Benedicta a Cruce lebte. Nach ihrer Ermordung im Konzentrationslager Auschwitz 1942, wurde sie von der katholischen Kirche 1998 heiliggesprochen und gilt heute als Patronin Europas. In Freiburg, wo sie zeitweise lebte, erinnert im Münster U.L.F. eine moderne Glasmalerei an ihr Leben und Wirken.
 
Das von Hans-Günther van Look geschaffene Werk (2001), zeigt sie im Habit vor dem Gebirge Karmel als Hinweis auf ihren Orden und verbindet zentrale Symbole ihres Lebens: das Buch in ihren Händen steht sowohl für die Heilige Schrift als auch für die von ihr verfassten Schriften, der siebenarmige Leuchter verweist auf ihre jüdischen Wurzeln, das Kreuz auf den christlichen Glauben und die Zypresse auf die Verbindung zwischen Mensch und Gott. Das Werk ist so gleichermaßen Erinnerung an eine Märtyrerin und große Denkerin und Mahnmal für die Zerstörung großer Teile des europäischen Judentums.