Fachausschuss Digitalisierung

 

Aufgaben

Die Digitalisierung transformiert umfassend die Lebens- und Arbeitswelten - und beeinflusst auch das kirchliche Handeln.
Der Fachausschuss berät über die Digitalisierung der pastoralen und kirchlichen Praxis, insbesondere der örtlichen kirchlichen Rechtsträger (z. B. Kirchengemeinden) sowie der dazugehörigen kirchlichen Verwaltung. Um nützliche und nutzbare digitale Werkzeuge (z. B. Programme, Tools, Apps oder Services) zu ermöglichen, neue Formen der Kommunikation innerhalb der Gesellschaft und Kirche zu erschließen und die Definition einheitlicher Qualitätskriterien und verbindlicher Standards für die pastorale und kirchliche Praxis vorzunehmen.
Die Themen des Fachausschusses ergeben sich aus den Fragestellungen der Erzdiözese und den Anliegen der kirchlichen Anwender. Der Fachausschuss berät den Generalvikar und gibt Voten ab.
(aus dem Statut, Amtsblatt 2022/Nr. 182, §2 Aufgaben)
 

Themen-Teams

 

1: Programm-Management

11: Überblick über Vorhandenes und Gewünschtes
12: Produkt-Eigner: Austausch und Abgrenzung
13: proaktive Exploration zukünftiger Anwendungen
 

2: E-Learning

21: Schulplattformen- und Kurssoftware
22: Unterweisungs- und Trainingssoftware
23: Autorentools
 

3: Zielgruppenkommunikation

31: Rechtssicherheit und Risikobewertung bei Social Media
32: Push-Kommunikation für Kirchengemeinden und Kindergärten
33: Trendscouting bei Social Media
 

4: Kommunikation und Medienbildung

 

5: KI-Exploration

51: Erkundung und Grundverständnis
52: Textgenerative KI-Systeme
53: Weitere Nutzungen (Medizin, Industrie)
54: Theologische Parallelen (Anthropologische Aspekte)
  

Geschäftsführung

Dr. Martin Wichmann

Dr. Jörg Winkler

 

Mitglieder

  • Manuel Bender, Leitung Diözesanstelle IT
  • Nicole Day, Referentin für Engagementförderung, Pfarrei St. Marien Gernsbach, KG Murgtal
  • (2. Vorsitzender) Dr. Marius Fletschinger, Leitender Pfarrer, Pfarrei Hl. Geist Heidelberg, KG Heidelberg 
  • Kathrin Leppert, Referentin des Diözesanökonomen, Hauptabteilung 8 - Finanzen
  • (1. Vorsitzender) Christoph Neubrand, Generalvikar, Domdekan 
  • Dr. Michael Schlegel, Direktor des Instituts für Pastorale Bildung (IPB)
  • (Geschäftsführung) Dr. Martin Wichmann, Referent für Digitalisierung und Pastoral
  • Barbara Winter-Riesterer, Ordinariatsrätin, Leitung Stabsstelle Kirchenentwicklung und Strategie
  

Grundstein für die digitale Zukunft

26.02.2026 | Leitungskonferenz befasst sich mit KI
Wie kann Künstliche Intelligenz (KI) die kirchliche Arbeit unterstützen und wo liegen die Herausforderungen der Technologie? Im Rahmen der Leitungskonferenz der Erzbischöflichen Kurie haben sich 21 Führungskräfte am Dienstag (24.02.) in einem kompakten Workshop intensiv mit den neuesten Entwicklungen in diesem Bereich befasst.

Traue keiner KI, die du nicht selbst trainiert hast

04.12.2025 | Leo oder Franziskus?
Wie groß ist eigentlich Papst Leo?
Keine allzu komplizierte Frage. Sollte man meinen. Die KI weiß mehr. Aber sehen Sie selbst....
 

Digitalisierung? Das meint... was genau?

Ein Vorschlag zur Unterscheidung
Digitalisierung ist das Buzzword der heutigen Zeit - und ein Containerbegriff: Man kann vieles reinpacken, jeder versteht etwas anderes darunter. Das stellt nicht nur die Kirche vor Herausforderungen.

»Vielleicht 'ne App...?«

14.12.2021 | Überlegungen zur Kommunikation in den neuen Räumen
Mit der "Raumplanung" der Kirchenentwicklung stellt sich für viele die Frage der Kommunikation in den großen Gebieten. Braucht es dafür nicht auch digitale Lösungen? Zum Beispiel eine App?

Keine Zeit? Höchste Zeit!

»Web first« ist die Lösung, nicht das Problem
Viele Mitarbeiter sagen, sie könnten nicht auch noch online aktiv sein. Das stellt die Frage nach den Prioritäten.
 

Organisationsprobleme

Probleme der Organisation werden gern als Technikprobleme reformuliert. Irgendwas klappt nicht wie gewünscht, man fordert »digitale Lösungen«.

Ist die neue Technik endlich eingeführt, tauchen all die ungeklärten Organisationsfragen wieder auf, die man durch die neue Technik zu beheben hoffte. 
 

Funktionierende Software

Geeignete Software für Menschen und Organisationen bereitzustellen, bedeutet, mit trivialen Maschinen die Komplexität lebender Systeme abzubilden.
 
Die IT »funktioniert«, wenn deren Komplexitätsreduktionen von Mensch und Organisation akzeptiert wird.
 

Eigenlogiken

IT erstellt ihre eigene »Wirklichkeit«, die von der Wirklichkeit der Organisation prinzipiell verschieden bleibt. Die Organisation ist immer komplexer als die komplizierteste IT.
 
Wer mit digitalen Prozessen Organisationen zu »steuern« versucht, verkennt die Eigenlogiken beider Systeme.
 
 

Gute Probleme

Statt für die bestehenden Probleme gute neue Lösungen zu suchen, braucht es gut gestaltete Probleme für die verfügbaren Lösungen.

Die Herausforderung liegt nicht darin, für die Organisation immer »bessere Programme« zu beschaffen, sondern die Organisationsabläufe an die verfügbaren Programme anzupassen.
 
 

Nutzerinteresse

Die Nutzung digitaler Technik entscheidet sich an den Interessen der Organisationsmitglieder, nicht an den Möglichkeiten der Software oder gar an den Vorgaben der Organisation.
 
Jeder Versuch der Steuerung durch technische Determinierung erschafft die Ausnahmen, die man eigentlich verhindern wollte.
 
 

Messianische Erwartungen

Es gibt messianische Erwartungen, was Computer von selbst erledigen könnten, wie viel Arbeit sie einsparen könnten.

Die Erwartungen sind dabei umgekehrt proportional zur Erfahrung. Je geringer die Erfahrungen mit der neuen Technik, desto spektakulärer fallen die Erwartungen aus.
 

Schuldfragen

Neue Software ändert nicht die Organisation. Sie kann organisationsinterne Veränderungen zwar abbilden, aber nicht herbeiführen.
 
Trotzdem ist neue Software beliebt. Treten die erwünschten Verbesserungen nicht ein, ist zumindest die Schuldfrage geklärt.
 

Komplexe Systeme

Ein System ist komplex, wenn ungewiss bleibt, welcher »Input« welchen »Output« hervorbringt. Menschen und Organisationen kann man also als »komplexe Systeme« verstehen. 
 
IT-Systeme sind kompliziert, vielleicht undurchsichtig, aber nie komplex, es sind „triviale Maschinen“ (Heinz von Foerster).
 
 

Umgang mit Ambivalenz

Technische Systeme zwingen zur Reduktion eigener Komplexität. Dass der Mensch sich der Maschine anpassen muss (und nicht umgekehrt), liegt in der Natur der Sache.
 
Menschen können mit Ambivalenzen umgehen, Maschinen nicht.