Hl. Lambertus
18. September
Mit seiner Hinrichtung, bei welcher er seinen Mördern gewaltlos entgegentrat, begann die Verehrung des heiligen Lambertus, dem ehemaligen Bischof von Maastricht (um 635-705), als Märtyrer. Und spätestens mit der Übertragung seiner sterblichen Überreste, nach der Verlegung des Bischofssitzes nach Maastricht (717/718), war er als Heiliger etabliert. Ein besonders kostbares Stück, das von der Verehrung des Heiligen zeugt, befindet sich in Freiburg. Dort hat er sich als Stadtpatron etabliert, nachdem Bertold V. in den Besitz eines Kopfreliquiars gelangt war. Denn dieses wurde nach der Zerstörung der Burg 1366 ins Münster überführt und so gewann der zuvor in Freiburg nicht in Erscheinung getretene Heilige an Bekanntheit.
Für das Reliquiar wurden ab 1506 Spenden gesammelt und dem Freiburger Goldschmied Peter Sachs schließlich der Auftrag zur Herstellung erteilt. Die Büste, deren Fertigstellung einer Inschrift im Inneren zufolge 1514 erfolgte, zeigt Lambertus als Bischof mit aufwändig gestaltetem Ornat und Mitra. Auf dem, von einem älteren Reliquienschrein stammenden, Sockel stehen die vier Kirchenlehrer an den Ecken, dazwischen acht kleine Bischofsfiguren und an der Vorderseite eine Madonna. Während die Büste früher noch in der Fronleichnamsprozession mitgetragen wurde, hat sie mittlerweile einen dauerhaften Aufstellungsort in einer Kapelle des nördlichen Seitenschiffs im Freiburger Münster gefunden.
Autorin: Jennifer Happ
Sancte Lamberte
Das Lambertuslied von Robert Lucas Pearsall
Die handschriftliche Partitur
Die historische Notenhandschrift mit dem lateinischen Gesangstext und den musikalischen Vortragszeichen.
Handschrift öffnen (PDF)Die Druckfassung
Der übersichtliche Notensatz für vierstimmigen Chor, herausgegeben von Christoph Schmider im Jahr 2007.
Druckfassung öffnen (PDF)