Hier sammeln wir die gute Geschichten, das Mutmachende, konkrete Momente, die entstehen, weil Menschen solidarisch sind, weil sie in Gottes Nähe Kraft tanken, weil sie für andere beten und vielleicht neu lernen, das Wesentliche im Leben zu lieben.
Senden Sie uns Ihre konkreten und persönlichen Geschichten in diesen besonderen Zeiten, die wir gerne nach und nach veröffentlichen.
Dieses Bild hat uns in der Redaktion sehr berührt. So feiert Maria Feser, 92 Jahre aus Waldkirch, sonntags gerade den Gottesdienst. Ihre Schwiegertochter Martina Feser schreibt dazu: "Das Angebot dieser virtueller Gottesdienste habe ich auf der Homepage unserer Seelsorgeeinheit entdeckt." Bei Thomas Braunstein, Pfarrer der Seelsorgeeinheit Waldkirch und seinem Team bedanken sich beide herzlich "für die Unterstützung via Internet in diesen schwierigen Zeiten".
Jochen Winter (im Bild mit einer Familie vor einigen Monaten) ist Flüchtlingsseelsorger in Mannheim/Heidelberg und erzählt von seinem Dienst: „Täglich verbringe ich mehrere Stunden am Handy, kläre auf, berate, mach Mut und vorallem: bete. Gestern Mittag war ich in St. Sebastian und habe den Altarraum fotografiert und eine von mit angezündete Kerze. Ohne Kommentar habe ich beide Bilder an all die Menschen geschickt, die in der letzten Zeit als Geflüchtete Kontakt zu der Kirche und dem Gottesdienst hatten. Die Resonanz war überwältigend! Viele fühlten sich verbunden mit „Ihrer“ Kirche aus Mannheimer Zeiten. Die Meisten Menschen leben in Baden-Württemberg verteilt und manche haben keinen Kontakt zur örtlichen Kirchengemeinde.
Die Coronakrise ist ein Verstärker der Notsituation: Unsichere Jobs fallen weg, Anwälte sind nicht erreichbar. Soziale Kontakte sind nicht mehr vorhanden, die die Briefe vom Amt oder Gericht erklären, Praktika fallen aus, Ausbildungsverträge werden nicht abgeschlossen, Deutschkurse finden nicht statt, die soziale Isolation wird noch verstärkt,…
Bitte vergesst bei aller Umstellung und Angst in eurem eigenen Leben, die uns anvertrauten Geflüchteten nicht aus dem Sinn.“
Wenn Sie wissen wollen, wie Sie Unterstützen können, melden Sie sich gerne bei
jochen.winter@kath-hd.de oder bei Ihrer örtlichen, kommunalen oder kirchlichen Kontaktstelle für Flüchtlingshilfe.
Musik ist in diesen Tagen für viele Menschen ein wichtiger Anker. Dieses Bedürfnis nach Musik, genauer gesagt nach geistlicher Musik, die neben den bewegenden Melodien auch tröstende Botschaften vermittelt, greifen einige Kirchenmusiker in unserer Erzdiözese auf: Die Bezirkskantoren spielen in unseren Kirchen der Erzdiözese Freiburg
Orgelmusik zum Mithören. Die Liste wächst und wächst.
Damit wird deutlich: unsere Orgeln stehen nicht still, sondern predigen gerade in dieser Zeit ihre Botschaften von gemeinsamer Musikfreude, Trost, Hoffnungsglauben und klangvollen Vertrauen.
Wer denkt, dass Kunst nicht zu den "systemrelevanten Bereichen" gehört, der solle einmal versuchen, die Zeit ohne Bücher, Musik und Instumente klarzukommen. Danke für alle, die Kunst gerade in diesen Zeiten ermöglichen!
Isabelle hat in ihrer Nachbarschaft Zettel aufgehängt mit dem Angebot, Kuchen zu backen.
Wer einen Kuchen / Muffins möchte, solle einfach einen Zettel abreißen und dann werden dementsprechnd viele Gebäcke, hygienisch verpackt zu einer bestimmten Uhrzeit bereitgestellt.
Ein Take-Away der guten Nachbarschaft!
Der Priester Guiseppe Berardelli, 72 Jahre alt, lebte in Bergamo, der Region Italiens, die am schwersten von der Coronavirus-Epidemie betroffen ist.
Auch der 72-Jährige hatte sich mit dem Virus infiziert, er wurde ins Krankenhaus eingeliefert. Dort verstarb er nun, weil er, so berichten italienische und britische Medien, darauf verzichtete, künstlich beatmet zu werden.
Statt seiner sollte doch lieber ein deutlich jüngerer Mann an die Maschinen angeschlossen werden, so der Geistliche. Eine Geschichte, die uns daran erinnert, dass soviele Menschen im Großen und Kleinen einen Einsatz für andere leisten: Als gläubige Christinnen und Christen nennen wir dies Hingabe. Es ist die Dynamik, die in der ganzen Lebensgeschichte und Leidensgeschichte Jesu steckt. Danke an die Pflegekräfte, medizinisches Personal, Kassierinnen und Einzelhändler, junge Menschen, die Nachbarschaftshilfe anbieten, Ordnungsämter und Verantwortliche in der Regierung. Wir beten füreinander!
Diese Mutmachgeschichte kommt von zwei Grundschülern.
Sie haben im „Kunstunterricht zuhause“ ein Plakat gemalt und ins Fenster gehängt.
Damit wollen sie der Welt sagen: Es wird gut. Alles.
Diesen Satz können wir im Glauben aufrichtig sagen, ohne dass er eine billige Floskel ist: Auch wenn wir das Warum und das Wie oft nicht sehen und erkennen, wir leben in dem liebevollen Versprechen, dass Gott alles zum Guten führt.
Hier finden Sie die Geschichte der beiden Schüler.
Ralph Mackmull singt in einem Chor. Er liebt das singen. Und das fällt nun weg. Doch der Chor hat sich überlegt, wie sie verbunden bleiben können und ihre Singfreude nachgehen können. Was trägt: Es kommt der Tag, da singen wir wieder gemeinsam an einem Ort. Und das wird ein Fest. Hier die Brief an die Chormitglieder des Chores CantAnima aus Denzlingen:
„Hey CantAnima,
geht es Euch auch wie mir, dass das Singen jetzt gut tun würde, gerade in einer Zeit, in der alle mit Gedanken, Sorgen, Nachrichten usw. beschäftigt sind? Ich werde heute Abend zu unserer Probenzeit am Klavier sitzen und singen! Macht mit. Singt. Unsere Lieder. Von der Hoffnung. Summt, wippt. Zwar jede/r für sich, aber im Wissen voneinander. Zum stärken unserer Hoffnung! Es ist niemals umsonst, das zu tun. Ich freue mich drauf. Es ist das, was wir nun tun können. Kopf in Sand, das hilft nix. Wer macht mit? Verwandle den Tod in uns! Wir haben Gottes Spuren festgestellt! Gott gab uns Atem, damit wir leben! Im Sterben und Aufersteh‘n!
Und vorher ein bisschen wippen, strecken, summen, sirren – a la Monika.
Liebe Grüße
Ralph“
Das ist Katharina Weck (
@zweisoehne). Auf Instagram schreibt Sie von ihrer bewegenden Geschichte:
"Vieles schockt mich gerade nicht. Die Angst, Unsicherheit und aufkeimende Panik sind alte Freundinnen von mir. Es gibt allerdings zwei Unterschiede; damals waren nur wir und ein paar andere Betroffen, diesmal betrifft es alle. Damals gab es kein „Wir müssen uns gut die Hände waschen“, sondern „Ihr Sohn hat Leukämie, ob er daran sterben wird, wird die Zeit zeigen“! Ein Jahr lang waren wir völlig isoliert, die meiste Zeit war ich mit dem krebskranken Sohn zu Hause oder auf der Onkologie gefangen. Ein Jahr ist für einen Eins-zu-eins-Kontakt mit einem Fünfjährigen verdammt lang. Auch mal genervt sein vom eigenen Kind, was nächsten Monat schon tot sein kann. Immer in Sorgen, niemals Beständigkeit. Das macht Kopfkino und danach Hirnsalat. Ich erzähle euch das, weil ich Hoffnung verteilen möchte. Nimmt alle ein großes Stück, ich habe genug davon! Es wird ein Ende geben. Der Zustand den wir gerade haben, wird nicht für immer anhalten. Wo wir landen werden ist unklar, ob alles gut wird ist unklar. Was für Wellen nach Monaten noch über uns zusammenschlagen werden, ich weiß es nicht. Bei uns ist seit der Diagnose nicht alles gut geworden. Der Krebs hat ein Loch in unser Leben gerissen, und wir trauern immer noch darüber, dass keiner von uns die unbedarfte Leichtigkeit wieder erlangt hat. Ich bin glücklich! Jetzt! Heute! Und ich finde auch viel Scheiße! Jetzt! Heute! Es geht. Beides zusammen! Der Theologe Fullbert Steffensky sagt: „Hoffen lernt man dadurch, dass man handelt, als sei Rettung möglich. Hoffen heißt, darauf vertrauen, dass es sinnvoll ist, was wir tun. Hoffnung ist der Widerstand gegen Resignation, Mutlosigkeit und Zynismus.“ Lasst uns jeden Morgen vom Neuen hoffen, lasst uns #Momentzufriedenheit suchen, um die langen Tage der Unsicherheit zu überstehen! Lasst uns einander sehen (aber nicht berühren)! ." In ihrem Buch "Der Chemoritter am Küchentisch" hat sie ihre ganze Geschichte aufgeschrieben.
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www.netzgemeinde-dazwischen.de) werden jeden Tag Fotos und Geschichten mit guten Gedanken, Erfahrungen, Bibelversen und Segensworten eingestellt. Sie haben die vollen Nutzungsrechte der Texte und Bilder und dürfen diese gerne herunterladen, wenn es für Ihre Homepage oder Kommunikationswege Sinn macht.
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