Erzdiözese Freiburg trauert um Erzbischof Richard Alarcón

02.11.2026 | Langjähriger Wegbegleiter und Mitgestalter der Peru-Partnerschaft im Alter von 74 Jahren gestorben

Freiburg/Cusco. Die Erzdiözese Freiburg trauert um Erzbischof Richard Daniel Alarcón Urrutia. Der Erzbischof von Cusco in Peru ist am Freitag, 30. Oktober 2026, im Alter von 74 Jahren nach langer Krankheit gestorben. Über mehr als drei Jahrzehnte hat er die Partnerschaft zwischen der Erzdiözese Freiburg und der katholischen Kirche in Peru begleitet und entscheidend mitgeprägt. Sein Engagement für die Peru-Partnerschaft begann bereits in seiner Zeit als Pfarrer in Ulcumayo. Gemeinsam mit Bernhard Schneider baute er dort eine Partnerschaftsverbindung auf. Auch nach seiner Ernennung zum Bischof blieb er der Partnerschaft eng verbunden. Als Mitglied und langjähriger Präsident des Consejo Nacional, des nationalen Partnerschaftsgremiums auf peruanischer Seite, setzte er sich für die Begegnung und den Austausch zwischen den Ortskirchen ein. Bis Ende 2024 stand er dem Gremium vor.
 
Erzbischof Alarcón verstand die Partnerschaft als lebendige Glaubensgemeinschaft über Ländergrenzen und Kontinente hinweg, in der Menschen einander begegnen, voneinander lernen und sich gegenseitig im Glauben stärken. Diese Haltung prägte sein Wirken über Jahrzehnte. Auch an der Weiterentwicklung der gemeinsamen Leitlinien der Partnerschaft war er maßgeblich beteiligt. Besonders eindrucksvoll war seine Treue zu den regelmäßigen regionalen Partnerschaftstreffen im Süden Perus. Selbst als seine gesundheitlichen Kräfte bereits nachließen, nahm er im Jahr 2025 noch am Regionaltreffen in Abancay teil. Auch bei den Feierlichkeiten zum 40-jährigen Bestehen der Peru-Partnerschaft im Juli 2026 in Lima war er trotz seiner schweren Erkrankung anwesend. Dort begegnete er auch den Freiburger Bischöfen noch einmal persönlich.
 
Weihbischof Peter Birkhofer erinnert sich mit großer Dankbarkeit an den verstorbenen Erzbischof. „Ich bin sehr dankbar, dass ich die Gelegenheit hatte, ihn kennenzulernen. Ich habe bewundert, wie er mit seiner Krankheit umgegangen ist“, so Weihbischof Peter. „Ich vertraue darauf, dass Gott, der Herr, das gute Werk in Richard zur Vollendung führen wird.“ Mit Erzbischof Richard Alarcón verliert die Peru-Partnerschaft einen ihrer treuesten Wegbegleiter. Sein Einsatz für die Gemeinschaft der Ortskirchen und sein tiefes Verständnis von Partnerschaft haben bleibende Spuren hinterlassen. Die Erzdiözese Freiburg ist mit den Angehörigen des Verstorbenen und den Gläubigen in Peru im Gebet verbunden. In der Hoffnung auf die Auferstehung vertraut sie darauf, dass Gott ihn nach seinem langen Leiden in seinen Frieden aufnimmt.
 
Am Dienstag, 3. November 2026, um 18.30 Uhr feiert Erzbischof Stephan Burger im Freiburger Münster ein Pontifikalrequiem zum Gedenken an die verstorbenen Bischöfe und Domkapitulare. In diesem Gottesdienst wird er auch des verstorbenen Erzbischofs Richard Alarcón gedenken und ihn in das gemeinsame Gebet einschließen. Der 3. November ist auch gleichzeitig der jährliche Gebetstag der Peru-Partnerschaft.
 
(dk)