Malteser wirken im Dienst der Nächstenliebe

24.10.2026 | Die Hilfsorganisation engagiert sich seit 70 Jahren in der Erzdiözese Freiburg. Erzbischof Stephan Burger würdigt enormen Einsatz.

Freiburg. Katastrophenschutz, Sanitätsdienst oder auch Hospiz- und Trauerarbeit: Die Hilfsorganisation der Malteser engagiert sich vielfältig im sozialen, medizinischen und humanitären Bereich in der Erzdiözese Freiburg – und das seit nunmehr 70 Jahren. Mit einem Gottesdienst mit Erzbischof Stephan Burger ist das 70-jährige Bestehen in der Seminarkirche des Collegium Borromaeums am Samstag (24.10.) gewürdigt worden.
 
Die hohe Bedeutung eines auf Gemeinschaft und Nächstenliebe ausgerichteten Hilfsdienstes betonte Erzbischof Stephan in seiner Predigt – und bezog sich dabei auf das Matthäus-Evangelium: „Darin gibt uns der Weltenrichter Christus klar zu verstehen, dass die Hilfe gegenüber dem Geringsten, egal woher er kommt und wer er ist, egal welche Weltanschauung, welche Religion er besitzt, immer die Hilfe ist, die Christus selbst geschenkt wird.“ Demnach sei es nie zu spät, sich diesem Dienst zu widmen und dem Nächsten zu helfen.

 Malteser stellen sich Herausforderungen

 Der Malteser-Hilfsdienst stellt sich genau diesen Herausforderungen, hob Burger hervor. Die Malteser würden dazu beitragen, dass die Liebe Christi keine bloße „Lehr-Formel“, aber auch keine „Leer-Formel“ sei, „sondern dass es sich um eine gelebte und erfahrbare Liebe handelt, die Leben ermöglicht, die zum Leben anspornt und zum Leben befähigt“. Der Erzbischof dankte den zahlreichen Helfenden für ihren tatkräftigen Einsatz.
 
Seit der Gründung des Malteser Ritterordens im Jahr 1099 in Jerusalem fasste die Ordensgemeinschaft kontinuierlich auf der ganzen Welt Fuß. Im Gebiet der Erzdiözese Freiburg ließ sich der Orden zunächst in Freiburg nieder, bevor sukzessive weitere Standorte aufgebaut wurden. Heute ist die Hilfsorganisation flächendeckend in der ganzen Erzdiözese verwurzelt und betreibt 25 Standorte. Diese befinden sich von Wertheim und Lauda-Königshofen im äußersten Norden über Sigmaringen im Osten bis hin nach Konstanz am Bodensee im Süden.
 
Das breite Tätigkeitsfeld reicht von der Erste-Hilfe-Ausbildung und dem Rettungsdienst über den Malteser Hilfsdienst in den Kirchengemeinden bis hin zu spezialisierten Angeboten wie dem ambulanten Besuchsdienst, der Demenzbegleitung sowie der qualifizierten Kinder- und Jugendhospizarbeit.
 
Getragen wird dieses Engagement in Baden-Württemberg von einer starken Gemeinschaft mit rund 10.000 ehrenamtlich Aktiven sowie knapp 5.900 hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Ein besonderes Angebot mit hohem Identifikationswert stellt dabei der „Herzenswunsch-Krankenwagen“ dar. Bei diesem rein spendenfinanzierten Projekt ermöglichen speziell geschulte Ehrenamtliche unheilbar oder lebensverkürzend erkrankten Menschen die Erfüllung eines letzten großen Wunsches. So helfen die Malteser nicht nur in Notsituationen wie im Katastrophenschutz oder der Hospizarbeit, sondern erfüllen auch Lebensträume.
 
(bs)