Angehende Schulseelsorgende setzen schulpastorale Projekte um und präsentieren ihre Erfahrungen
Einen „Treffpunkt“ Raum für Gespräche und Begegnungen mit Jugendlichen einer Gemeinschaftsschule einrichten. Interaktive Erlebniswochen zu Wasser und Glaube für Kinder mit körperlichen und motorischen Einschränkungen entwickeln. Drei Wochen „sich gegenseitig beflügeln“ und in geheimer Mission für eine andere Person im Lehrerkollegium kleine Freuden oder Aufmerksamkeiten vor Pfingsten starten.
Das sind drei von 16 schulpastorale Projekte, die angehende Schulseelsorgerinnen und Schulseelsorger umgesetzt haben für Kinder, Jugendliche oder Erwachsene in verschiedenen Schularten auf dem Gebiet der Erzdiözese Freiburg. Vorgesellt und präsentiert wurden diese im Abschlussmodul der zweijährigen beruflichen Weiterbildung Schulseelsorge.
Weitere sind eine Fair Trade AG mit Verkaufskiosk mit Schülerinnen und Schülern aufbauen. Grundschüler zu Seniorenlotsen auszubilden die kundig im Umgang mit alten und pflegebedürftigen Menschen im nahe
gelegenen Seniorenheim sind. Einen Barfußpfad im Schulgelände mit geistig eingeschränkten Jugendlichen bauen und einweihen. Mit jungen Menschen in der Berufsfachschule Spenden und Waren zu akquirieren für 200 Warentüten im Rahmen der Caritas und Diakonieaktion „Freude schenken“ vor Weihnachten. Eine Partnerschaft „gemeinsam WIR“ mit Treffen und Aktionen zwischen Schülerinnen und Schülern der Realschule und dem benachbarten SBBZ stiften. Oder mit der Abschlussklasse einer Realschule eine dreitägige Pilgertour auf dem Jakobsweg starten zu den Themen „Glaube, Liebe und Hoffnung“ im eigenen Leben.
Ein notwendiges Aufgabenfeld für Schulseelsorgerinnen und
Schulseelsorger ist die Begleitung von Menschen allen Alters in Krisenzeiten an der Schule. Dazu gehörte einen Gedenkort für verstorbene Kinder an einer Schule für Menschen mit Schwerstmehrfachbehinderungen zu schaffen und einzuweihen. Den Unfalltod einer Schülerin mit vielfachen Betroffenen in der Schule und am Ort aufzufangen und zu begleiten. Sowie einen Trauer- und Trostkoffer mit Jungen Menschen an einem Berufsschulzentrum zu entwickeln und zu nutzen.
Sich „analog“ vernetzen, Beziehung stiften und Gemeinschaft fördern ist ein zentrales Anliegen für schulseelsorgliches Handeln in vielfachen Projekten. Tage der Orientierung an einem Gymnasiums durchführen, eine gemeinschaftsstärkende Schulhymne in einer Grundschule mit Kindern komponieren und einführen oder das verwaiste Lehrerzimmer eines großen Berufsschulzentrums mit Aktion und Gespräch beleben. Dazu gehört auch ein Patenprojekt für Erstklässlerinnen und Erstklässler an einer Grundschule ins Leben rufen und begleiten.
Schulpastorales Handeln an der Schule ist konsequent an den Bedürfnissen der Menschen in der Situation ihrer jeweiligen Schule ausgerichtet. Neben den Schülerinnen und Schülern gehören in der Schulseelsorge auch Erwachsene im Kollegium, Mitarbeitende oder Eltern und Erziehende zu den Zielgruppen.
> die nächste bischöfliche Beauftragung dieser ausgebildeten Schulseelsorgerinnen und Schulseelsorger findet am 23. Oktober um 16:00 Uhr im Freiburger Münster statt.