HOMO- UND BIFEINDLICHKEIT
bezeichnet die strukturelle Diskriminierung von homosexuellen Menschen (Homofeindlichkeit) oder Menschen anderer sexueller Orientierungen außer der als gesellschaftliche Norm geltenden Heterosexualität. Strukturelle Diskriminierung ist immer ein Zusammenspiel von verschiedenen Ebenen: individuell und zwischenmenschlich, kulturell und institutionell. Homo- und Bifeindlichkeit ist eingebettet in das System des Heterosexismus. Wir verwenden nicht den häufig verwendeten, aber veralteten Begriff Homophobie, weil die Diskriminierung von nicht-heterosexuellen Menschen keine Angststörung bzw. Phobie im psychiatrischen Sinn ist.
Homo- und Bifeindlichkeit äußert sich in Kirche:
- Bis zur Änderung der Grundordnung des kirchlichen. Dienstes 2022 waren kirchliche Mitarbeitende in queeren Beziehungen von der Kündigung bedroht, sodass viele ihre Beziehungen verheimlichen mussten. Das dadurch geschaffene Klima aus Druck und Angst ist bis heute wirkmächtig, führt(e) zu Beschämung und Verletzungen bis hin zu gesundheitlichen Folgen für die von Homo- und Bifeindlichkeit Betroffenen.
- Eheschließung ist nur zwischen einem Mann und einer Frau möglich
- Papst Franziskus zu Homosexualität 'Es ist eine Sünde, wie jede sexuelle Handlung außerhalb der Ehe'“ (2023)
- homosexuelle Männer dürfen nicht Priester werden (Quelle:“ jene nicht für das Priesterseminar und zu den heiligen Weihen zulassen […], die Homosexualität praktizieren, tiefsitzende homosexuelle Tendenzen haben oder eine sogenannte „homosexuelle Kultur“ unterstützen. Das Geschenk zur Berufung zum Priestertum (2016), S. 88)
- Familienangebote sind meist auf heterosexuelle Paarfamilien ausgerichtet, was beispielsweise durch verwendete Bilder und die Ansprache Mutter und Vater deutlich wird




