Kunstprojekte

 
Ein zeitgenössisches Kunstprojekt in der Erzdiözese Freiburg wechselt jährlich den Ort, die Kunstparte sowie die Kooperationspartnerinnen und -partner. Ein solches Kunstprojekt ist nicht zuletzt ein Signal der Wertschätzung der Kunstszene ein bedeutender Beitrag der Erzdiözese Freiburg zur Erhaltung der Kunst und damit ein wichtiger Beitrag für die Gesellschaft.
 
  

  

ZEICHEN (2024) - Videoinstallation von Christoph Brech, München

03.04.2024 | Zeitgenössischer Beitrag der Erzdiözese Freiburg zum Jubiläum 1300 Jahre Klosterinsel Reichenau im Münster Sankt Maria und Markus
  

  

Neues Freiburger Evangelistar wird in Dienst genommen

23.10.2023 | Moderne Kunst trifft auf mittelalterliche liturgische Tradition
Im Freiburger Münster wird eine mittelalterliche Tradition wiederbelebt: Am 29. Oktober nimmt Weihbischof Dr. Christian Würtz das neue Freiburger Evangelistar in Dienst. Die Buchgattung des Evangelistars stammt aus dem 6. bis 12. Jahrhundert.
  

Ein Fastentuch für die Katholische Stadtkirche Heidelberg

Das Referat Kunst, Kultur, Kirche hat gemeinsam mit der Katholischen Stadtkirche Heidelberg (Jesuitenkirche), namentlich Dekan Alexander Czech, 2022 einen Wettbewerb für ein Fastentuch im Altarraum der Katholischen Stadtkirche ausgeschrieben.
Hier finden Sie den Ausschreibungstext.
Beate Baberske von Diakoneo Paramentik in Neuendettelsau hat den Wettbewerb gewonnen. Weitere Preisträger waren Sebastian Richter aus Dresden und Markus Klink aus Stuttgart.
Gefördert wurde das Projekt durch die Erzdiözese Freiburg, die Erzbischof Hermann Stiftung Freiburg und die Marienhaus Stiftung Heidelberg.
Im Rahmen des Aschermittwochs der Künstlerinnen und Künstler 2023 wurde das Fastentuch von Beate Baberske präsentiert.
 
 
  
  

Streetart in Mannheim

 
In Kooperation zwischen STADT.WAND.KUNST Mannheim (www.stadt-wand-kunst.de/murals/), des Referates Kunst, Kultur, Kirche sowie der Katholischen Kirche Mannheim und der Hochschulgemeinde Mannheim entstand das 40. MURAL in Mannheim.

Seit Ende Mai 2022 ist es an der Fassade A 4,1, am Gebäude der Gesamtkirchengemeinde zu besichtigen. Das MURAL befindet sich direkt zwischen zwei Wahrzeichen der Quadratestadt: der Jesuitenkirche und dem Schloss.

Der spanische Künstler ARYZ, dessen bürgerlicher Namen Octavi Arrizalaga ist,
wurde 1988 in Palo Alto, Kalifornien geboren und zog in jungen Jahren mit seinen Eltern nach Cardedeu in Spanien, wo er derzeit lebt und arbeitet. Schon in den frühen 2000 Jahren machte er sich in der Fraffiti-Szene in der Umgebung von Barcelona unter dem Pseudonym ARYZ einen Namen. Schnell erweiterte sich der Radius seines Schaffens – Japan, Frankreich, Finnland, Dänemark, Polen, China, Madagaskar und die USA sind nur einige Länder, in denen er im letzten Jahrzehnt Spuren hinterlassen hat.

Seiner Arbeit in Mannheim – einem farbintensiven Löwen -  hat ARYZ den Titel „El entreacto“ gegeben, was am besten mit „Zwischenspiel“ übersetzt werden kann, im Sinne von „Unterbrechung“ oder „Pause“. „Die kürzeste Definition von Religion ist Unterbrechung“ – so hat es der große Theologe Johann Baptist Metz einmal formuliert. Die Jesuitenkirche als ein Ort, aus dem Alltag auszusteigen, alle Zwänge hinter sich zur lassen und zur Ruhe zu kommen, bietet sich für ein solches „Zwischenspiel“, eine solche „Unterbrechung“ an.

Mit seinem Motiv schlägt ARYZ für sich persönlich eine Brücke zur bildenden Kunst – standen doch barocke Skulpturen der königlichen Jäger Pate für sein neuestes MURAL. Aktuell beschäftigten ihn vor allem Tierdarstellungen. Der Löwe ist Wappentier Mannheims und zudem ein Tier, das für Mut steht. ARYZ war von der Kulisse begeistert, vor der er arbeiten durfte und in die seine Kunst eingebettet ist. Auch Dekan Karl Jung äußerte sich: „Es ist eine Freude, was aus dieser grauen Wand geworden ist. Ich denke, dieses Projekt zeigt uns, dass Kirche auf die Straße zu den Menschen gehen muss. Streetart und Streetchurch – das passt. Eine mutige Kirche bei und für die Menschen.“ 

Hier ein Artikel aus dem Mannheimer Morgen vom 27. Mai 2022.

Auch in den renommierten StreetArtNews ist ein Artikel zum Projekt unter diesem Link zu finden: New mural by ARYZ in Mannheim, Germany – StreetArtNews.
 
  
  

„Kunst im öffentlichen Raum ist gerade in Corona-Zeiten wichtig“
Ein „Banner für St. Johann“ in Freiburg lädt Passanten zum Nachdenken ein 

 
Freiburg. Eine Schriftinstallation der international bekannten Konzeptkünstlerin Bethan Huws lädt bis Herbst 2021 als Banner an der Außenfassade der Johanneskirche in Freiburg Vorbeikommende zum Innehalten und Nachdenken ein. Das Banner ist besonders gut von der Günterstal- und der Talstraße her sichtbar. „Wir hatten uns gewünscht, dass die Kunst in die Stadt hineinwirkt, dass also die Kirche nach außen tritt, anstatt die Betrachter in ihren Innenraum zu locken“, berichtet Prof. Dr. Angeli Janhsen, die als Professorin für Kunstgeschichte an der Universität Freiburg tätig ist und das Projekt betreut hat. „Kunst im öffentlichen Raum ist gerade in Corona-Zeiten wichtig“, ergänzt Dr. Katharina Seifert, die das Referat „Kunst, Kultur, Kirche“ des Erzbischöflichen Ordinariats in Freiburg leitet. Das Werk wirft Fragen nach Grundsätzlichem auf. Gerade in unsicheren Zeiten, so Katharina Seifert, suche man Orientierung und könne diese möglicherweise in der Kunst, in der Kirche, mit Gott oder auch in der Verbindung von diesen finden.
 
Die aus Wales stammende Konzeptkünstlerin Bethan Huws hat für das obere Register der fünfseitigen Eingangsapsis der Kirche drei Stoffflächen konzipiert, die drei Mal mit demselben Text - jeweils in Deutsch, Englisch und Französisch - beschriftet sind: GOTT BESCHREIBT ETWAS VIEL GRÖSSERES ALS WIR. Realisiert hat das Kunstprojekt der Arbeitskreis „Kirche und Kunst“ der Seelsorgeeinheit Freiburg Wiehre-Günterstal in Zusammenarbeit mit dem Referat „Kunst, Kultur, Kirche“ des Erzbischöflichen Ordinariates der Erzdiözese Freiburg. Der seit 2016 bestehende Arbeitskreis hat es sich zur Aufgabe gemacht, neue Präsentations- und Vermittlungsformen zu finden, die Themen des Kirchenjahres und zeitgenössische Kunst in einen gemeinsamen, gegenseitig sich erhellenden Kontext zu bringen. Das „Banner für St. Johann“ wurde vom Referat „Kunst, Kultur, Kirche“ des Erzbischöfliche Ordinariates und der Erzbischof Hermann Stiftung sowie vom Vereins- und Ausstellungshaus München finanziell gefördert.

Informationen zur Künstlerin
Die in Paris und Berlin lebende Konzeptkünstlerin Bethan Huws wurde 1961 in Bangor in Wales geboren. Sie studierte an der Middlesex Polytechnic (1981–1985) und am Royal College of Art (1986–1988) in London. 2003 repräsentierte sie Wales auf der 50. Venedig-Biennale. Große Bekanntheit erlangte sie durch subtile architektonische Eingriffe in die Bodenstruktur von Ausstellungsräumen sowie sogenannte Wort-Vitrinen wie beispielsweise „before mirrors we had people“ (2002) oder „GO(O)D“ (2003). Ihr Oeuvre umfasst außerdem gefundene Objekte, Neon- und Textarbeiten, Installationen und Filme. Wiederkehrende Motive in ihrem Werk sind die Erinnerung an die Eindrücke ihrer ländlichen walisischen Heimat sowie die Freude an Wortspielen, Mehrdeutigkeiten und komplexen Referenzsystemen. Einzelausstellungen von Bethan Huws waren u.a. in der Kunsthalle Bern (1990), im Münchener Lenbachhaus (2000), in der Kunsthalle Düsseldorf (2003), in der Tate Modern (2004) und Tate Britain (2010), in der Kunsthalle Karlsruhe (2015) sowie im Kölner Kolumba Museum (2016) zu sehen.