Viele möchten ihre Website möglichst barrierearm halten. Das ist leichter gesagt als getan. Einige wesentlichen Faktoren sind redaktioneller Art, die Sie mit einer umsichtigen Seitenpflege beeinflussen können. Hier finden Sie einige Hinweise, die in der alltäglichen Webseitenpflege umsetzbar sind.
Lesbarkeit
Dass eine Website für möglichst viele Menschen leicht nutzbar ist, hängt zunächst ganz banal an der verständlichen Sprache: Lange Schachtelsätze mit vielen Hauptwörtern und Fachbegriffen schrecken ab. Zwar lassen sich nicht alle Sachverhalte in einfacher Sprache formulieren, doch sind knappe Sätze, allgemeinverständliche Worte und aktive Verben angenehmer zu lesen - für alle.
Auch "sprechende" Dokumenttitel für zum Download angebotenen Dateien, gut gegliederte und sinnvoll strukturierte Inhalte sowie aussagekräftige Linktexte helfen weiter - also alles, was auch Menschen ohne nennenswertes Handicap das Verständnis erleichtert.
Zur optischen Lesbarkeit helfen starke Kontraste, vor allem zwischen Hintergrund- und Schriftfarbe. SESAM unterstützt Sie hier bei der Farbwahl. Jeder Farbwähler, der zu wenig Kontrast aufweist, wird gemeldet.
Tipp: Schauen Sie mal unter Administration >> Design >> Design-Farbschemen nach. Wählen Sie Ihr Farbschema - erkennbar am grünen Haken beim Namen. Klicken Sie dann auf den Reiter "Farbwerte / Schriften". Sollte dort ein solcher (oder ähnlicher) Hinweis erscheinen, besteht Handlungsbedarf!
Bilder beschreiben
Für die technische "Lesbarkeit" von Webseiten, ist es hilfreich, wenn die eingebundenen Bilder sogenannte "Alt-Texte" haben, die grob beschreiben, was man auf dem jeweiligen Bild sehen kann. Auch das ist in SESAM komfortabel möglich, weil es bei jedem Bild im Bildarchiv nicht nur die Angaben zum Bildeigner gibt, sondern auch die Möglichkeit einer Bildbeschreibung und eben den "Alt-Text".
Seitenstruktur
Manche Webseiten sind nicht gut nutzbar, weil die Seitenstruktur undurchsichtig oder unlogisch aufgebaut ist. Zu viele Hauptmenüreiter oder eine unklare "Baumstruktur" behindern auch Personen ohne Einschränkungen.
Die technische Lesbarkeit kann man auf jeder einzelnen Unterseite verbessern, wenn man die hierarchische Überschriften-Formatierung nicht rein ästhetisch nutzt: Die Hauptüberschrift wird mit "h1" formatiert, die nächste Ebene mit "h2" usw. (Und nicht unvermittelt die Überschrift "h5" einsetzen, weil man sie vielleicht ästhetisch passender findet.) Auch sollte die Überschrift "h1" nicht mehrfach eingesetzt werden, sondern eben nur als Hauptüberschrift. Das unterstützt auch die Suchmaschinenoptimierung.
Rechtliche Verpflichtung
Auch wenn es im Alltag Mühe bereitet: Für elektronische Dienstleistungen wie z.B. Anmeldungen zu (kostenpflichtigen) Kursen, Seminaren, Freizeiten usw. ist die barrierefreie Gestaltung keine bloße Option, sondern rechtliche Pflicht. Näheres erfahren Sie hier.