Förderpreis des Bundesinnenministeriums

22.10.2026 | Bilderbuch „Blaulichtfamilie“ von Feuerwehr- und Notfallseelsorgerin Elke Gehrling und Pfarrer Edwin Müller aus Sigmaringen nominiert

Berlin/Sigmaringen. Der Förderpreis Helfende Hand des Bundesministeriums des Innern (BMI) ist die wichtigste staatliche Auszeichnung für ehrenamtliches Engagement im Bevölkerungsschutz. Unter den 10 bundesweit nominierten Projekten befindet sich auch eine Einreichung aus Sigmaringen: Mit dem Bilderbuch „Blaulichtfamilie – wir und die Freiwillige Feuerwehr“ zählen Elke Gehrling und Edwin Müller zu den 3 Finalistinnen und Finalisten in der Kategorie „Unterstützung des Ehrenamtes“. Ziel des Projekts ist es, Familien eine praktische Hilfestellungen an die Hand zu geben, um auch gemeinsam mit ihren Kinden über die Besonderheiten und Herausforderungen des ehrenamtlichen Engagements bei der Freiwilligen Feuerwehr zu sprechen. So wird auch speziell Kindern in sogenannten „Blaulichtfamilien" eine Stimme gegeben.
 
Feuerwehr- und Notfallseelsorgerin Elke Gehrling und Pfarrer Edwin Müller kennen die Herausforderungen, die das Ehrenamt bei der Freiwilligen Feuerwehr mit sich bringen kann: Private Termine platzen kurzfristig, belastende Einsätze beschäftigen Eltern  auch im Nachhinein – Belastungen, die auch Auswirkungen auf Kinder haben können: „In unserer Arbeit erleben wir immer wieder, wie wenig über mögliche Belastungen der Kinder gesprochen wird, wenn ein Elternteil im Ehrenamt bei der Feuerwehr aktiv ist. Mit ‚Blaulichtfamilie' wollten wir dafür einen Raum schaffen“ erklärt Elke Gehrling.
 
Gemeinsam mit der Autorin Kathrin Schrocke und der Illustratorin Lilli L'Arronge entwickelten sie in einem mehr als zweijährigen Prozess das Bilderbuch „Blaulichtfamilie". Es rückt bewusst nicht die Einsätze der Feuerwehr in den Mittelpunkt, sondern zeigt, wie sich das Ehrenamt auf das Familienleben auswirkt, und gibt Kindern wie Erwachsenen Anlass zum Gespräch. Finanziert über Spenden, wird das Buch gegen eine geringe Schutzgebühr an betroffene Familien weitergegeben.

Kategorie „Unterstützung des Ehrenamtes“: Diese Projekte sind ebenfalls nominiert

Als höchste Auszeichnung im ehrenamtlichen Bevölkerungsschutz würdigt die Helfende Hand jedes Jahr Projekte, die mit Kreativität und Einsatzbereitschaft zeigen, wie Ehrenamt unsere Gesellschaft stärkt. Aus über 350 Einreichungen hat die Fachjury 10 Projekte für die Endrunde ausgewählt. Sie verteilen sich auf die drei Hauptkategorien Innovative Konzepte, Nachwuchsarbeit sowie Unterstützung des Ehrenamtes. Zusätzlich wird in diesem Jahr erstmals der Sonderpreis für Engagement nach dem Erwerbsleben verliehen.
 
Insgesamt gehören zu den Gewinnerprojekten in der Kategorie
„Unterstützung des Ehrenamtes“:
  • Elke Gehrling und Edwin Müller: „Blaulichtfamilie – wir und die Freiwillige Feuerwehr“
  • amitumKids gUG: „Frühe Hilfen für Kinder traumatisierter Einsatzkräfte“
  • Dachdeckermeister Stefan Bern: „Dachdecker helfen“

So werden die Preisträgerinnen und Preisträger bestimmt

Über die Nominierungen entscheidet eine neunköpfige Fachjury aus Vertreterinnen und Vertretern der Spitzenorganisationen des deutschen Bevölkerungsschutzes unter Vorsitz des BMI. Bewertet werden die Projekte nach Innovationskraft, Vorbildcharakter und nachhaltiger Wirkung.
 
Neben der Entscheidung der Jury haben alle Interessierten die Möglichkeit, unter den 10 nominierten Projekten ihren Favoriten online mitzubestimmen: Ab sofort und bis zur feierlichen Verleihung am 7. Dezember 2026 läuft das Online-Voting für den Publikumspreis.

Hintergrund zum Förderpreis

Der Förderpreis Helfende Hand wird seit 2009 jährlich vom Bundesministerium des Innern vergeben. Er würdigt das herausragende Engagement im Bevölkerungsschutz und trägt dazu bei, Ehrenamtliche in den Mittelpunkt der öffentlichen Wahrnehmung zu stellen. Mit Preisgeldern von bis zu 10.000 Euro unterstützt die Helfende Hand Projekte, die beispielhaft zeigen, wie Menschen in Deutschland den Bevölkerungsschutz innovativ und nachhaltig stärken.
 
(BMI-Förderpreis Helfende Hand)