Um für das pastorale Handeln in den Pfarreien und in der gesamten Erzdiözese eine transparente, verlässliche und gemeinsame Grundlage zu schaffen, hatte Erzbischof Stephan Burger zum Fachforum nach Freiburg eingeladen. Was im Gymnasium St. Ursula in Freiburg vom 16. bis 17. Oktober 2026 stattfand, war nicht nur in der Erzdiözese eine Premiere, sondern hatte auch bundesweit kein vergleichbares Vorbild.
Gemeinsam verbindlich Kirche sein
22.10.2026 |
250 Haupt- und Ehrenamtliche diskutierten über pastorale Standards
„Diese Standards beschreiben, wie wir in den zentralen Themenfeldern unserer Pfarreien zukünftig im Geist unserer Vision wirken wollen. Sie verändern keine bestehenden kirchlichen oder weltlichen Gesetze und Normen“, so Erzbischof Stephan Burger bei der Begrüßung. Die Standards sollen vielmehr „diözesanweit ein Grundverständnis schaffen, einen Orientierungsrahmen der Verlässlichkeit innerhalb unserer kirchlichen Vollzüge. Ich wünsche mir, dass wir gemeinsam verbindlich Kirche sind.“
Der konkrete Austausch fand in Workshops statt, benannt nach den Themen, die für das kirchliche Leben in den Pfarreien die größte Relevanz besitzen: „Diakonische Pastoral“, „Ehrenamt und Engagementförderung“, „Gemeinsame Verantwortung für das katholische Profil von Kindertageseinrichtungen“, „Jugendpastoral: Jugendarbeit und Jugendseelsorge“, „Katechetische Prozesse in der Sakramentenpastoral“, „Liturgie“, „Ökumene“, „Seelsorgliche Begleitung und geistliche Begleitung“, „Sorge um die Kranken – Standards in der Krankenpastoral“ sowie „Sterbende begleiten, Tote begraben, Trauernde trösten“. Im Plenum stellten die Moderierenden der Workshops jeweils vier erarbeitete Thesen vor, die dann am Saalmikrofon von allen Teilnehmenden kommentiert werden konnten. Dass dieses Angebot zahlreich angenommen wurde spricht für die hohe Motivation, mit der an diesen beiden Tagen gearbeitet wurde.
Generalvikar Christoph Neubrand räumte ein, dass diese Form des gemeinsamen Austausches ungewöhnlich und mit hohem Aufwand verbunden sei. Letztlich sei es aber „der von vielen erhoffte, ersehnte, oftmals angemahnte inhaltliche Schwerpunkt, inhaltliche Akzent.“ Auch Ordinariatsrätin Barbara Winter-Riesterer, Leiterin der Stabsstelle Kirchenentwicklung und Strategie, ist klar: „Wir müssen in dieser Lerngemeinschaft weiter gemeinsam unterwegs sein.“
Die weitere Vorgehensweise sieht vor, dass die entwickelten Punkte im November dem Diözesanen Pastoralrat vorgelegt und im Dezember in der Kurienkonferenz beraten werden. Wenn im Januar die finalen Inhalte stehen, sollen die Standards vor Ostern 2027 verabschiedet werden.





























