41. Weltjugendtag 2027 in Seoul

18.09.2026 | Internationale Konferenz leitet „heiße Phase“ der Vorbereitungen ein

Mehr als 250 Verantwortliche aus Bischofskonferenzen und der Jugendpastoral aus aller Welt sind vom 14. bis 17. September 2026 in Seoul zusammengekommen, um sich über den Stand der Planungen für den 41. Weltjugendtag zu informieren, der vom 3. bis 8. August 2027 in der südkoreanischen Hauptstadt stattfindet und zu dem auch Papst Leo XIV. erwartet wird. Bereits Ende Oktober 2026 soll die Registrierung für Pilgerinnen und Pilger aus aller Welt beginnen.
 
Vor dem Weltjugendtag können die Pilgerinnen und Pilger Korea kennenlernen. Vom 29. Juli bis 2. August 2027 finden in den koreanischen Diözesen die „Tage der Begegnung“ statt. Vorgesehen sind unter anderem Begegnungen in Familien und Pfarreien.
 
Aus Deutschland haben Vertreter der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj) an der Vorbereitungskonferenz teilgenommen. Die afj leitet und koordiniert die deutschlandweiten Vorbereitungen im Auftrag der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz und des Sekretariats der Deutschen Bischofskonferenz zusammen mit den (Erz-)Bistümern, Jugendverbänden und weiteren Partnern.
 
Bei der Konferenz wurde deutlich, dass die Vorbereitungen zügig voranschreiten. „Wir erleben hier sehr herzliche Gastgeber, die hochprofessionell auf diesen Weltjugendtag hinarbeiten“, sagt Dr. Paul Metzlaff, Leiter der afj. Zahlreiche Länder planen mit großen Pilgergruppen und berichten von einem hohen Interesse junger Menschen. Neben der besonderen Erfahrung eines Weltjugendtages in Asien trägt dazu auch die weltweite und besonders unter Jugendlichen verbreitete Popularität der koreanischen „K-Culture“ bei. Zu den prägenden Orten für Pilgerinnen und Pilger gehören die Kathedrale von Myeongdong und die koreanischen Märtyrerstätten wie Jeoldusan. „Wir haben eine Kirche kennengelernt, deren Geschichte in besonderer Weise vom Glaubenszeugnis der Märtyrerinnen und Märtyrer geprägt ist. Anders als in vielen anderen Ländern liegen die Anfänge der katholischen Kirche in Korea wesentlich im Engagement von Laien“, betont Metzlaff. Der Erzbischof von Seoul, Peter Chung Soon-taek OCD, habe während der Konferenz immer wieder deutlich gemacht, dass im Mittelpunkt des Weltjugendtages die Begegnung mit Christus stehe.
 
Für die Tage in Seoul sind unter anderem erneut ein Deutschsprachiges Pilgerzentrum, Angebote der Berufungspastoral sowie eigene Pilgerprodukte geplant. Ein wichtiger Partner vor Ort ist die Deutschsprachige Katholische Gemeinde Korea. Sie begleitet bereits jetzt die Vorbereitungen und unterstützt die Vernetzung mit der Kirche und gesellschaftlichen Akteuren in Korea. Mit der YouTube Videoreihe „koreatholisch“ bereitet die Gemeinde Pilgerinnen und Pilger auf Land, Kultur und Kirche vor und vermittelt praktische Informationen für den Aufenthalt.
 
Mit dem Abschluss der internationalen Vorbereitungskonferenz richtet sich der Blick nun zunehmend auf die Pilgerinnen und Pilger selbst: Mit der Öffnung der Registrierung Ende Oktober 2026 beginnt für junge Menschen auch in Deutschland die konkrete Vorbereitung auf den Weg nach Seoul. „Alle Pilgerinnen und Pilger, die 2027 nach Korea kommen, dürfen sich auf eine lebendige Weltkirche und ein Fest des Glaubens freuen“, so Paul Metzlaff.
 
(DBK)