Empfangen wurden die beiden Bischöfe Mar Felix Saeed Al-Shabi sowie Bischof Mar Azad Sabri Shaba von Steffen Schölch, leitender Pfarrer der Kirchengemeinde Herz Jesu Pforzheim und dessen Stellvertreter Dominik Albert sowie dem Seelsorger der chaldäischen Gemeinde Sizar Happe und Pfarrer Nashwan Younan, der eigens aus dem Irak angereist war.
Gemeinsam mit den Gläubigen feierten die beiden Bischöfe Gottesdienst. Schölch, der die Gäste auf Englisch begrüßte, unterstrich die enge Verbundenheit zwischen der katholischen Kirchengemeinde Herz Jesu Pforzheim und der chaldäischen Gemeinde.
Am Gottesdienst nahmen rund 180 Gläubige teil, darunter auch Tobias Gfell, leitender Referent der katholischen Kirchengemeinde Herz Jesu Pforzheim. Die meisten Besucher kamen bereits vor etlichen Jahren aus dem Irak in die Goldstadt.
Die Chaldäer gehören der Chaldäisch-Katholischen Kirche an, einer katholischen Ostkirche, die den Papst als ihr Oberhaupt anerkennt, aber zugleich ihren ostsyrischen Ritus, ihre liturgische Sprache sowie ihre eigene geistliche Tradition bewahrt. In Pforzheim haben die chaldäischen Gläubigen eine lebendige Gemeinde aufgebaut, die den Glauben und die kulturelle Identität stärkt und zugleich die Integration in die deutsche Gesellschaft fördert.
Bischof Mar Felix Saeed Al-Shabi dankte in englischer Sprache Pfarrer Steffen Schölch für die langjährige Unterstützung und Begleitung der chaldäischen Gemeinde. Er würdigte insbesondere den Geist der geschwisterlichen Zusammenarbeit zwischen der Ortskirche und der chaldäischen Gemeinde.
Anschließend richtete der Bischof seine Ansprache in aramäischer Sprache an die Gläubigen. Dabei betonte er, dass die Mitglieder der Chaldäisch-Katholischen Kirche – unabhängig davon, in welchem Land sie leben würden – eine einzige Kirche bilden, verbunden durch den gemeinsamen Glauben und die kirchliche Gemeinschaft. Zugleich betonte der Bischof den Glauben, die aramäische Sprache und das kirchliche Erbe zu bewahren und jene Werte an Kinder und Jugendliche weiterzugeben, die in der Diaspora aufwachsen.
Nach dem Gottesdienst fand im Gemeindezentrum ein festlicher Empfang, umrahmt vom Kirchenchor statt, an dem zahlreiche Priester, Diakone sowie Mitglieder der chaldäischen Gemeinde teilnahmen. Die Bischöfe hatten ein offenes Ohr für die Anliegen, Hoffnungen und pastoralen Bedürfnisse. Sie bekräftigten die enge Verbundenheit der Mutterkirche mit ihren Gläubigen in der Diaspora.
Chaldäische Familien hatten ein Buffet mit traditionellen irakisch-orientalischen Spezialitäten vorbereitet. Zugleich bot das gemeinsame Essen Gelegenheit zu persönlichen Begegnungen und herzlichen Gesprächen.
Text : pm