Erzdiözese legt Grundstein für weiterhin solide Finanzen

28.07.2026 | Handlungsfähigkeit der Pfarreien trotz sinkender Kirchensteuereinnahmen gesichert

Freiburg. Am Freitag (24.07.) trafen sich die Mitglieder des Kirchensteuerausschusses und der Kirchensteuervertretung der Erzdiözese Freiburg zu ihrer Sommersitzung. Deren Schwerpunkt war die Beratung und der Beschluss einer neuen Schlüsselzuweisungsordnung. Diese war nötig geworden, damit die Pfarreien ihren Haushaltsplanungsprozess 2027 starten können und um ihren jeweiligen Kirchensteueranteil wissen. Die neue Ordnung wurde beschlossen und auch über die Höhe der Schlüsselzuweisung entschieden.
 
Die Vorsitzende der Kirchensteuervertretung, Prof. Dr. Annette Bernards, erinnerte daran, dass die Kirche wesentlich nach außen wirke: „Kirche gestaltet Welt mit. So dass die Werte des Evangeliums sichtbar werden. Dazu braucht es finanzielle Ressourcen.“
 
Die Kirchengemeinden müssen leichte Einbußen hinnehmen: Die sinkende Kirchensteuer wird für die Aufgaben der Pfarreien prozentual aufgeteilt und auch die Schlüsselzuweisungen für den Betrieb der Kindertageseinrichtungen sinken im gleichen Verhältnis. Damit für beide Bereiche der Einschnitt nicht zu hoch wird, werden nach momentaner Planung circa 19 Millionen Euro aus den Rücklagen entnommen. Diözesanökonom Alexander Hanke, Leiter der Hauptabteilung Finanzen, sagte während der Sitzung: „Einschnitte müssen wir machen. Doch wir versuchen die Rückführung möglichst einfühlsam zu gestalten. Wir wollen nicht nach dem Rasenmäherprinzip kürzen.“
 
Im Bereich des Diözesanhaushaltes werden große Bildungsprojekte über die ganze Erzdiözese fortgesetzt – vom Erzbischöflichen Kinderheim St. Kilian in Walldürn über die Projekte in Freiburg (Studierendencampus, Bildungscampus und Katholische Akademie) bis nach Sigmaringen. Ausbau und Stabilisierung der IT-Struktur sind wichtige Themen für die Zusammenarbeit in den 36 Pfarreien.

Kirchenentwicklung 2030 auf gutem Weg

Generalvikar Christoph Neubrand bewertete die Kirchenentwicklung 2030 während der Sitzung positiv. Die Strukturreform war mit der Einführung der 36 neuen Pfarreien Anfang des Jahres in Kraft getreten. In den ersten vier Monaten seien Kurie und die neuen Pfarreien zwar mit erwartbaren, intensiven Herausforderungen der Startphase einer historischen Strukturreform konfrontiert gewesen, sagte der Generalvikar.
 
Doch seit Pfingsten habe er den Eindruck, es gehe deutlich bergauf. In Zielvereinbarungsgesprächen mit Pfarrern und auch bei den Pfarreibesuchen, die er zusammen mit Erzbischof Stephan Burger unternimmt, treffe er auf viele „hochengagierte Mitarbeitende“. Viele Menschen – darunter sehr viele Ehrenamtliche – seien „voll dabei“. Dafür danke er von Herzen.
 
(asc)