Freiburg. In einem Gottesdienst hat Weihbischof Dr. Peter Birkhofer am Samstag (11.07.) in der Kirche St. Jodokus in Gaggenau neun Frauen und Männer als Gemeindereferentinnen und -referenten sowie Pastoralreferentinnen und -referenten beauftragt. Die als Gemeindereferentinnen Beauftragten sind: Luisa Bucher aus Wiesloch von der Pfarrei St. Aegidius Leimen-St. Ilgen und Annika Lust aus Gernsbach von der Pfarrei Murgtal St. Marien. Joseph Pious aus Rheinstetten von der Pfarrei Ettlingen St. Martin wurde als Gemeindereferent beauftragt.
Die als Pastoralreferentinnen Beauftragten sind Sarah Kopp aus Gaggenau von der Pfarrei St. Marien Gernsbach, Milena Mohr aus Grünsfeld-Wittighausen von der Pfarrei St. Jakobus Lauda und Carmen Hegner von der Pfarrei St. Alban Krozingen. Die als Pastoralreferenten Beauftragten sind: Hennadi Shimoail aus Mannheim von der Pfarrei St. Sebastian Mannheim, Elias Kiesling aus Waibstadt von der Pfarrei St. Jakobus Sinsheim sowie Georg Zimmerer aus Karlsruhe Hardt von der Pfarrei St. Stephan Karlsruhe.
In seiner Predigt sagte Weihbischof Birkhofer, dass das von den Gemeindereferentinnen und -referenten sowie Pastoralreferentinnen und -referenten ausgesuchte Evangelium ins Bewusstsein rufe: „Wir sind geliebt.“ Wer geliebt werde, werde auch gebraucht, sei nötig für den, der ihn liebe. „Gott, der niemandes bedürftig ist, liebt uns, und so gilt das Unwahrscheinliche: Er braucht uns, wir sind nötig geworden für ihn. Weil wir gebraucht werden, sind wir nicht umsonst in der Welt. Gott will uns, Gott bedarf unser.“ Der Weihbischof sagte weiter, auch die Kirche von Freiburg brauche die neuen Beauftragten – „für Ihre Bereitschaft zum Dienst sind wir dankbar.“
Jesus spreche im Evangelium von der vollkommenen Freude und mache dadurch deutlich, dass es sich nicht um etwas Vordergründiges, sondern etwas sehr Anspruchsvolles handele, führte Birkhofer weiter aus. „Denn echte Freude besteht im Letzten darin, dass wir aus den Grenzen unseres Ich herauskönnen, die Grenzen zu sprengen vermögen, die uns einengen; dass wir eins werden mit dem, was die Welt zusammenhält, mit dem Sinn selbst, aus dem die Welt kommt – mit der Liebe, die sie gründet und trägt, mit Jesus Christus.“ Davon künde echte Pastoral, „dafür legt unser Dienst Zeugnis ab“.
Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten: Theologie und Seelsorge
Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten sind hauptamtlich Mitarbeitende, die in allen Bereichen der Seelsorge und im Religionsunterricht tätig sein können. Sie haben ein Theologiestudium und eine dreijährige Berufseinführung absolviert und arbeiten zum Beispiel im Seelsorgeteam einer Pfarrei, in Sonderfunktionen oder in der Bildungsarbeit. Sie bringen christliche Werte in sozialen, kulturellen, ethischen, wissenschaftlichen und schulischen Kontexten ein und gestalten gemeinsam mit Anderen Kirche und Gesellschaft vor Ort. Seit 1976 hat dieser Beruf in der Erzdiözese Freiburg einen unverzichtbaren und bewährten Platz im Miteinander mit ehrenamtlich Engagierten und den verschiedenen pastoralen Diensten. Derzeit sind rund 232 Frauen und Männer als Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten in der Erzdiözese tätig.
Gemeindereferentinnen und Gemeindereferenten: Nahe bei den Menschen
Gemeindereferentinnen und Gemeindereferenten sind hauptamtliche Seelsorgerinnen und Seelsorger in katholischen Kirchengemeinden der Erzdiözese Freiburg. Sie haben eine mehrjährige theologische, religionspädagogische und gemeindepraktische Ausbildung absolviert und arbeiten gemeinsam mit anderen hauptberuflich pastoralen Diensten und ehrenamtlich Engagierten im Team einer Pfarrei. Zu ihren Aufgaben in der Pastoral gehören die Begleitung und Unterstützung der Ehrenamtlichen und die Vernetzung von Projekten und Initiativen. Dadurch gestalten sie gemeinsam mit Anderen Kirchen und Gesellschaft vor Ort.
Gemeindereferentinnen und Gemeindereferenten eröffnen Räume, in denen Menschen den Glauben miteinander teilen und mit dem eigenen Leben in Verbindung bringen können. Dies kann in der Einzelseelsorge und in der Arbeit mit Gruppen geschehen. Zum weiteren Aufgabenfeld gehören unter anderem der Religionsunterricht an Grund-, Real- und Werkrealschulen, die Trauerpastoral und Beerdigungen, die Leitung von Wortgottesfeiern, die Begleitung verschiedener Gruppen, sowie die Sakramentenkatechese, etwa die Vorbereitung auf die Erstkommunion oder die Firmung.
Ihre Beauftragung haben die Gemeindereferentinnen und Gemeindereferenten gemeinsam mit den Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten in diesem Jahr unter die Leitworte „Angenommen in Liebe – Mutig voran“ gestellt.
(mf)
