Die christlichen Botschaften mit den Menschen entdecken

08.07.2026 | Weihbischof Dr. Birkhofer beauftragt Carmen Hegner zur Pastoralreferentin

Freiburg. Carmen Hegner treibt das Interesse an den Menschen und an der Theologie an. Die 49-Jährige wird am Samstag, 11.07., von Weihbischof Dr. Peter Birkhofer zur Pastoralreferentin beauftragt. Sie arbeitet aktuell in der Pfarrei St. Alban Bad Krozingen, und zwar mit einer halben Stelle in der dortigen Untergliederung Süd und mit der anderen halben Stelle als Klinikseelsorgerin im Herzzentrum in Bad Krozingen. Die Feier findet in der Kirche St. Jodokus in Gaggenau statt. Insgesamt werden neun Frauen und Männer als Gemeindereferentinnen, Gemeindereferenten, Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten beauftragt.
 
Fast ein Vierteljahrhundert lebte die Schwäbin Carmen Hegner mit ihrem Mann und den beiden Kindern in Nordrhein-Westfalen, wo sie Theologie studierte (Philosophisch-Theologische Hochschule der Steyler Missionare in St. Augustin) und dann als Pastoralreferentin im Erzbistum Köln gearbeitet hat. Außerdem bildete sie sich zur Trauerbegleiterin (BVT) für Kinder und Jugendliche weiter und war in diesem Bereich in Köln engagiert. Nunmehr nach Baden-Württemberg zurückgekehrt, motivierte sie bei der Arbeit die Frage „Wozu wollen wir als Kirche da sein?“.
 
Theologisch setzt Hegner auf die hilfreichen und aufbauenden Botschaften, die in der Bibel stecken und die Möglichkeit, diese mit den Menschen zu entdecken und zu verkünden. „Den Mut zu haben, Gewohntes zu lassen und gut zu verabschieden, so dass der Raum entstehen kann, um miteinander Neues zu entwickeln. Und trotz des Bedeutungsverlustes der Kirche nicht aufhören, bei den Menschen zu sein“, darin sieht Carmen Hegner die Aufgaben und Herausforderungen ihrer Tätigkeit als pastorale Mitarbeiterin. Sie begeistert die Haltung von „freshX“, einer jungen Bewegung, die auf Menschen zugeht, die bisher keinen Kontakt zur Kirche oder einer Gemeinde haben, – „und geerdet fühle ich mich durch die franziskanische Spiritualität, die mich seit meiner Jugend begleitet“.  

„Die Arbeit erlebe ich als sehr wert- und sinnvoll“

Die Leidenschaft von Carmen Hegner, die ursprünglich aus Ellwangen an der Jagst kommt, gilt der Herzklinik und auch der dortigen ökumenischen Zusammenarbeit. „Die Arbeit dort erlebe ich als sehr wert- und sinnvoll.“ Außerdem begegnete sie im vergangenen Jahr in der Schule und in der Gemeinde „tollen Kolleginnen und Kollegen sowie engagierten Menschen vor Ort“. Diese würden sich dafür einsetzen, dass die Kirche bei den Menschen ist – „auch für diese bereichernde Zusammenarbeit schlägt mein Herz“. 
 
Dem Thema „Umgang mit Sterben, Tod und Trauer mit Kindern und Jugendlichen“ würde sie zukünftig gerne mehr Raum geben: „Insgesamt ist es mir ein Anliegen, dass ich mein Tun immer wieder mit den Fragen abgleiche ,Wo und wie können wir als Kirche für die Menschen hilfreich sein?‘“. 

Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten: Theologie und Seelsorge

Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten sind hauptamtlich Mitarbeitende, die in allen Bereichen der Seelsorge und im Religionsunterricht eingesetzt werden. Sie haben ein Theologiestudium und eine dreijährige Berufseinführung absolviert und arbeiten zum Beispiel im Seelsorgeteam einer Pfarrei, in Sonderfunktionen oder der Bildungsarbeit. Sie bringen christliche Werte in sozialen, kulturellen, ethischen, wissenschaftlichen und schulischen Kontexten ein und gestalten gemeinsam mit anderen Kirche und Gesellschaft vor Ort. Seit 1976 hat dieser Beruf in der Erzdiözese Freiburg einen unverzichtbaren und bewährten Platz im Miteinander mit ehrenamtlich Engagierten und den verschiedenen pastoralen Diensten. Derzeit sind rund 232 Frauen und Männer als Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten in der Erzdiözese tätig. Ihre Beauftragung haben die Seelsorgerinnen und Seelsorger in diesem Jahr unter die Leitworte „Angenommen in Liebe – Mutig voran“ gestellt. 
 
(pef)