Freiburg. Milena Mohr ist es wichtig, Menschen zu ermutigen, ihren Glauben frei zu leben und offen für neue Perspektiven zu sein. „Ich möchte Gleichberechtigung stärken und sensibel mit der Spiritualität anderer umgehen.“ Die 29-Jährige wird am Samstag, 11.07., von Weihbischof Dr. Peter Birkhofer zur Pastoralreferentin beauftragt. Sie arbeitet aktuell als Pastoralreferentin im Anerkennungsjahr in der Kirchengemeinde St. Jakobus Lauda. Die Feier findet in der Kirche St. Jodokus in Gaggenau statt. Insgesamt werden neun Frauen und Männer als Gemeindereferentinnen, Gemeindereferenten, Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten beauftragt.
Das Herz von Milena Mohr schlägt dafür, dass junge Menschen den christlichen Glauben als Unterstützung für ihr Leben entdecken – „für Kreativität, für Entscheidungen und für Selbstvertrauen“. Sie wollte außerdem schon immer mit Menschen arbeiten, schildert die studierte Theologin ihre Beweggründe, Pastoralreferentin werden zu wollen. In der Pastoral habe man mit verschiedenen Zielgruppen zu tun und treffe Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen. „Das finde ich sehr bereichernd.“ Außerdem habe sie ihre eigene Jugendarbeit geprägt. „Ich habe dabei viel über mich und meinen Glauben gelernt und habe viele positive Erfahrungen in Gemeinschaft gemacht.“ Das will sie weitergeben und auch heutigen Jugendlichen solche Erfahrungen ermöglichen.
Den Menschen in Umbruchsituationen zur Seite stehen
Um die strukturellen Herausforderungen des Kirchenentwicklungsprozesses weiß die 29-Jährige – „diese werden erst einmal bleiben“. Veränderungsprozesse zu begleiten und mitzugestalten, das werde deshalb auch in Zukunft eine große Aufgabe werden. „Ich hoffe aber auch, dass ich Menschen in ihren persönlichen Umbruchsituationen immer wieder zur Seite stehen kann.“
Momentan ist Milena Mohr, die von 2017 bis 2023 das Magister-Studium der Katholischen Theologie an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg absolviert hat und ihre Assistenzzeit in der Seelsorgeeinheit Graben-Neudorf-Linkenheim absolvierte, ein erfahrungsbezogener theologischer Ansatz wichtig. Der Grund: „Weil ich davon überzeugt bin, dass Glaube immer auch Zeit und Raum braucht, in dem ich mein eigenes Leben und meinen eigenen Glauben miteinander in Verbindung bringen kann“, schildert sie. Erfahrungen, die sie mit Gott gemacht habe, könnten dann auch durch Zeiten tragen, in denen es ihr schwer fällt zu glauben.
Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten: Theologie und Seelsorge
Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten sind hauptamtlich Mitarbeitende, die in allen Bereichen der Seelsorge und im Religionsunterricht eingesetzt werden. Sie haben ein Theologiestudium und eine dreijährige Berufseinführung absolviert und arbeiten zum Beispiel im Seelsorgeteam einer Pfarrei, in Sonderfunktionen oder der Bildungsarbeit. Sie bringen christliche Werte in sozialen, kulturellen, ethischen, wissenschaftlichen und schulischen Kontexten ein und gestalten gemeinsam mit anderen Kirche und Gesellschaft vor Ort. Seit 1976 hat dieser Beruf in der Erzdiözese Freiburg einen unverzichtbaren und bewährten Platz im Miteinander mit ehrenamtlich Engagierten und den verschiedenen pastoralen Diensten. Derzeit sind rund 232 Frauen und Männer als Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten in der Erzdiözese tätig. Ihre Beauftragung haben die Seelsorgerinnen und Seelsorger in diesem Jahr unter die Leitworte „Angenommen in Liebe – Mutig voran“ gestellt.
(pef)
