Menschen motivieren und neue Wege ausprobieren

02.07.2026 | Weihbischof Dr. Birkhofer beauftragt Annika Lust zur Gemeindereferentin

Freiburg. Das Herz von Annika Lust schlägt für Orte, an denen Menschen sich begegnen, ihr Leben und ihren Glauben teilen und ihre Fragen stellen können. Die 26-jährige Gaggenauerin wird am (11.07.) von Weihbischof Dr. Peter Birkhofer zur Gemeindereferentin beauftragt. Sie arbeitet aktuell im Anerkennungsjahr bei der Kirchengemeinde Murgtal. Die Feier findet in der Kirche St. Jodokus in Gaggenau statt. Insgesamt neun Frauen und Männer werden als Gemeindereferentinnen, Gemeindereferenten, Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten beauftragt. 

Was die Gemeindereferentin antreibt

Annika Lust möchte Menschen motivieren und ihnen zeigen, dass sie geliebt und wertvoll sind, schildert die künftige Gemeindereferentin. Diese Würde des Menschen sei ein wesentlicher Bestandteil des christlichen Glaubens. „Insbesondere die Suche nach und das Ausprobieren von Wegen der Glaubenskommunikation finde ich daher sehr spannend.“ 
 
Doch welche Aufgaben und Herausforderungen kommen auf sie zu? „Eine der wichtigsten Aufgaben sei es, Menschen für den Glauben zu begeistern und die Liebe Gottes zu den Menschen spürbar werden zu lassen“, sagt Annika Lust. „Dafür müssen Angebote gefunden werden, die nah an den Bedürfnissen der Menschen sind – und es braucht eine Sprache, die angemessen und verständlich ist.“ 

Positive Erfahrungen in der Jugend

Die Gaggenauerin hat zwischen 2022 und 2023 ein Aufbaustudium der Sozialen Arbeit an der Katholische Hochschule (KH) Freiburg absolviert, zuvor von 2018 bis 2022 ein Studium der Angewandten Theologie an der KH. In ihrer Assistenzzeit wirkte sie in der Kirchengemeinde Achern.  Schon in der Jugendarbeit in ihrer Heimatgemeinde hat sie „sehr gute und schöne Erfahrungen“ gemacht, die sie in ihrer Entwicklung geprägt haben – „und die ich an andere Menschen im Leben und Glauben weitergeben möchte“.    
 
Als angewandte Theologin ist ihr die Praxis und die Frage sehr wichtig, was Menschen bewegt. Kirche müsse hinausgehen. „Sie muss menschenorientiert sein und ganz in der Nachfolge Jesu die Menschen sehen, die ausgeschlossen sind oder sich nach einem besseren Leben sehnen.“ Kirche müsse eine offene Kirche für alle Menschen sein. 

Gemeindereferentinnen und Gemeindereferenten: Nahe bei den Menschen

Gemeindereferentinnen und Gemeindereferenten sind hauptamtliche Seelsorgerinnen und Seelsorger in katholischen Kirchengemeinden der Erzdiözese Freiburg. Sie haben eine mehrjährige theologische, religionspädagogische und gemeindepraktische Ausbildung absolviert und arbeiten gemeinsam mit anderen hauptberuflich pastoralen Diensten und ehrenamtlich Engagierten im Team einer Pfarrei. Zu ihren Aufgaben in der Pastoral gehören die Begleitung und Unterstützung der Ehrenamtlichen und die Vernetzung von Projekten und Initiativen. Dadurch gestalten sie gemeinsam mit anderen Kirchen und Gesellschaft vor Ort. 
 
Gemeindereferentinnen und Gemeindereferenten eröffnen Räume, in denen Menschen den Glauben miteinander teilen und mit dem eigenen Leben in Verbindung bringen können. Dies kann in der Einzelseelsorge und in der Arbeit mit Gruppen geschehen. Zum weiteren Aufgabenfeld gehören unter anderem der Religionsunterricht an Grund-, Real- und Werkrealschulen, die Trauerpastoral und Beerdigungen, die Leitung von Wortgottesfeiern, die Begleitung verschiedener Gruppen, sowie die Sakramentenkatechese, etwa die Vorbereitung auf die Erstkommunion oder die Firmung. Ihre Beauftragung haben die Gemeindereferentinnen und Gemeindereferenten gemeinsam mit den Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten in diesem Jahr unter die Leitworte „Angenommen in Liebe – Mutig voran“ gestellt.
 
(pef)