Waibstadt/Freiburg. Lars Brezina und Dr. Thomas Michael Kiesebrink haben in der Kirche „Unsere Liebe Frau“ in Waibstadt die Diakonweihe empfangen. In seiner Predigt anlässlich des feierlichen Gottesdienstes am Sonntag (21.06.) sagte Erzbischof Stephan Burger, dass beide damit ein Bekenntnis abgeben, aller Furcht und Angst zu trotzen. „Sich zu bekennen heißt, sich auf die Seite des Lebens überhaupt zu stellen.“ Die Diakone würden der Öffentlichkeit zeigen, dass sie auf der Seite des Lebens, der Gerechtigkeit und der am Rande Stehenden, der Benachteiligten, der Verletzten, der Vulnerablen im weitesten Sinne stehen.
Der Dienst weise über die alltäglichen Ängste und alle Begebenheiten hinaus, die das Fürchten lehren. „Ihr Dienst wird dazu beitragen, mit den Befürchtungen und Ängsten anders umgehen zu können, sich davon nicht aufreiben oder gar unterkriegen zu lassen. Und ihr Dienst werde umso glaubwürdiger wahrgenommen und ihre Botschaft als tragfähig für das Leben erachtet, je konsequenter und klarer die beiden Diakone selbst diese Botschaft leben und sich zu eigen machen.
Allen in der Kirche Tätigen und weiteren Gläubigen gab Burger mit auf den weiteren Weg: „Wir alle dürfen darin gewiss sein, dass Gott uns nicht fallen lässt und uns allein nicht mit den Ängsten und Befürchtungen dieser Welt ausliefert.“ Der Erzbischof sagte: „Fürchtet euch also nicht, sondern stellen wir uns ehrfürchtig vor dem lebendigen Gott.“ Denn Kriege, Konflikte oder auch politische und gesellschaftliche Befürchtungen würden mittlerweile das Leben unzähliger Menschen bestimmen.
Zu Diakonen geweiht wurden:
- Lars Brezina (30) aus der Kirchengemeinde Kraichgau, Pfarrei St. Jakobus Sinsheim
- Dr. Thomas Michael Kiesebrink (49) aus der Kirchengemeinde Linzgau-Bodensee, Pfarrei St. Nikolaus Markdorf
Diakonweihe: Station auf dem Weg zur Priesterweihe
Die Weihe zum Diakon ist für die beiden Männer eine Station auf dem Weg zur Priesterweihe und gilt als vorläufiger Höhepunkt auf dem Berufungs- und Ausbildungsweg als Priesteramtskandidat. Seit 2025 arbeiten sie in einem Pastoralpraktikum in einer Seelsorgeeinheit der Erzdiözese Freiburg und bereiten sich intensiv auf ihre Diakonweihe vor. Das Wort „Diakon“ stammt vom griechischen Verb „diakonein“. Es bedeutet „dienen“ und „fürsorglich helfen“.
Der Erzbischof weiht die Kandidaten durch Handauflegung und das von ihm gesprochene Weihehochgebet. Im Anschluss daran werden die Diakone mit der Stola und der so genannten Dalmatik bekleidet, die Zeichen ihres Dienstamtes sind. Sie erhalten zudem ein Evangeliar überreicht, denn die Verkündigung des Evangeliums ist eine ihrer zentralen Aufgaben. Am Ende der Weihe entbietet der Erzbischof den neugeweihten Diakonen als Zeichen der Wertschätzung den Friedensgruß.
(mf)
