Der Vorsitzende der Kommission für caritative Fragen der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Stephan Burger, wird morgen (8. Juni 2026) nach Armenien reisen und sich vor Ort über die Arbeit der Caritas Armenien informieren. Bis zum 13. Juni 2026 besucht er zusammen mit der Präsidentin des Deutschen Caritasverbandes, Eva Maria Welskop-Deffaa, die Hauptstadt Yerevan sowie die Region um Gyumri, den Sevan-See und das Zentrum der Armenisch-Apostolischen Kirche in Etchmiadzin. Die Delegation sucht dabei zahlreiche Hilfs- und Unterstützungsprojekten vor Ort auf und trifft mit Vertreterinnen und Vertretern der Ortskirche, der Caritas Armenien, der Apostolischen Nuntiatur und der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland zusammen.
Ein wichtiger Bestandteil der Reise ist der Besuch der Gedenkstätte in Yerevan für die Opfer des Genozids an den Armeniern 1915 und ein Treffen mit dem Katholikos der Armenisch-Apostolischen Kirche, Seiner Heiligkeit Karekin II. Da die Katholiken in Armenien eine Minderheit von knapp einem Prozent ausmachen (ca. 220.000 armenisch-katholische Gläubige und rund 50.000 römisch-katholische Gläubige), gilt die Reise auch der Stärkung der armenisch-katholischen Ortskirche, die für die Caritas-Arbeit verantwortlich ist. 92 Prozent der Bevölkerung bekennen sich zur Armenisch-Apostolischen Kirche.
„In den vergangenen Jahren konnte ich mehrfach Reisen unternehmen, um die Arbeit der Caritas in unterschiedlichen Ländern kennenzulernen. Jetzt freue ich mich auf den Austausch mit den Engagierten und Verantwortungsträgern in Armenien und die Einblicke in die vielfältige Arbeit von Caritas Armenien und Caritas international. Sowohl die Geschichte wie auch die jüngere Vergangenheit Armeniens sind sehr bewegt und von zahlreichen Herausforderungen geprägt. Dazu zählt auch der langjährige Konflikt um die Region von Berg-Karabach“, so Erzbischof Burger. Die Auseinandersetzung mit den Lösungsansätzen der Menschen vor Ort für bestimmte Probleme könne hilfreich sein, um das eigene Handeln zu reflektieren und von den praktischen Erfahrungen der katholischen Partnerinnen und Partner zu lernen. Erzbischof Burger betont: „Schon jetzt bin ich dankbar für die Zeit und Einblicke, die uns gewährt werden. Zugleich möchte ich meine Anerkennung für die konsequente Arbeit für Notleidende und Hilfesuchende übermitteln.“
Zur Delegation gehören Erzbischof Herwig Gössl (stellvertretender Vorsitzender der Kommission), Weihbischof Dr. Christian Würtz (Mitglied der Kommission) sowie Beraterinnen und Berater der Kommission für caritative Fragen der Deutschen Bischofskonferenz. Vergangene Reisen führten den Vorsitzenden der Kommission unter anderem in die Ukraine, die USA und nach Syrien.
Hinweise:
Weitere Informationen zur Arbeit der Caritas in Armenien sind auf der Internetseite von Caritas international unter www.caritas-international.de verfügbar. Außerdem ist das OsteuropaHilfswerk der deutschen Katholiken, Renovabis, in Armenien aktiv. Informationen dazu finden sich unter www.renovabis.de.
(DBK)


