Freiburg. Im Freiburger Münster Unserer Lieben Frau hat Erzbischof Stephan Burger am Samstag (18. April) Hedwig Hageböck in der heiligen Messe zur virgo consecrata geweiht. In seiner Predigt führte er aus, dass diese Lebensform keine Abkehr von der Welt bedeutet. Hedwig Hageböck bleibe weiterhin in ihrem familiären und sozialen Umfeld eingebunden.

Zugleich werde sie von der Gemeinschaft der Gläubigen sowie von bereits geweihten Jungfrauen begleitet, die sie auf ihrem geistlichen Weg unterstützten. Treue, Verlässlichkeit und eine lebendige Beziehung zu Christus bildeten die Grundlage für ein Leben, das sich in tätiger Liebe und Hingabe – in „gelebter Caritas“ – ausdrücke.
Der Erzbischof wies auf die Vielfalt der Berufungswege in der Katholischen Kirche hin, etwa den priesterlichen und diakonischen Dienst, das monastische Leben nach den evangelischen Räten (Armut, Ehelosigkeit, Gehorsam) oder den sakramentalen Bund der Ehe. Er hob hervor, dass auch das jungfräuliche Leben in der Welt eine eigenständige und bedeutende Form der Christusnachfolge ist. Der Erzbischof ermutigte Hedwig Hageböck, aus Gebet, Eucharistie und Versöhnung zu leben, und sprach ihr den Segen Gottes für ihren weiteren Lebensweg zu.
Hintergrund
Die Jungfrauenweihe ist ein öffentlicher Ausdruck dieser Ganzhingabe an Christus aufgrund eines persönlichen Gelübdes. Als „Braut Christi“ wird das Leben der Geweihten zu einem Zeichen für die Hoffnung auf die Vollendung im Reich Gottes.
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