Hofheim. Mit einem live im ARD-Fernsehen übertragenen Gottesdienst ist am Sonntag in der Pfarrkirche St. Peter und Paul im hessischen Hofheim die diesjährige Fastenaktion von Misereor eröffnet worden. Unter dem Leitwort „Hier fängt Zukunft an“ lädt das katholische Entwicklungshilfswerk dazu ein, sich während der Fastenzeit mit der Situation junger Menschen in benachteiligten Weltregionen auseinanderzusetzen. Am Beispiel von Ausbildungsprojekten der Misereor Partner-Organisation CODAS-Caritas Douala in Kamerun wird dabei deutlich, wie Menschen über die Förderung beruflicher Bildung und persönlicher Weiterentwicklung neue Chancen eröffnet werden und ein würdevolles Leben ermöglicht wird.
Die Bischöfliche Bevollmächtigte im Bistum Limburg, Hildegard Wustmans, und der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz und Bischof von Limburg, Georg Bätzing, drückten in einer Dialogpredigt vielschichtig aus, welche Fragen ihnen durch den Kopf gehen, wenn sie an die Zukunft denken: „In welche Zukunft gehen wir angesichts einer geopolitischen Lage, die verunsichert und viele Menschen weltweit ängstigt?“ – „In welche Zukunft gehen wir, in der die Erde ausgebeutet wird, Ressourcen geraubt werden, der Klimawandel voranschreitet?“ – „Und wo stehen wir dann? Auf welcher Seite? Bei denen, die abgehängt sind, nicht wahrgenommen werden und bestenfalls auf Wohltaten warten?“
Zukunft beginnt nicht irgendwo
Genau hier setze die Fastenaktion an, betonte Wustmans. „Sie schaut in die Lebenswirklichkeiten junger Menschen. Sie lenkt unseren Blick nach Kamerun zu jungen Menschen, denen aus gesellschaftlichen Gründen Chancen und Rechte verwehrt sind. Auf junge Frauen und Männer, die aufsteigen und vorankommen wollen, aber es nicht können, weil es ihnen nicht möglich ist, zum Beispiel ihre Ausbildung selbst zu finanzieren.“
Misereor-Hauptgeschäftsführer Andreas Frick eröffnete die Fastenaktion mit einem Appell zur Solidarität: „Zukunft beginnt nicht irgendwo. Sie beginnt genau dort, wo Menschen sich gegenseitig stärken. Wo Solidarität gelebt wird. Wo wir nicht wegsehen, sondern handeln.“
Ideenreiche Spendenaktionen
Misereor möchte mit der Fastenaktion 2026 auf die genannten globalen Zusammenhänge aufmerksam machen und Menschen in Deutschland inspirieren, sich zu engagieren – durch Spenden, durch persönliches Engagement und durch solidarisches Handeln. Zahlreiche Menschen in Pfarreien, Schulen, Kindergärten, Verbänden und Eine-Welt-Gruppen sammeln während der Fastenzeit Spenden für Misereor, das in 83 Ländern mehr als 3000 Projekte von Partnerorganisationen in der Entwicklungszusammenarbeit fördert. Am 5. Fastensonntag, 22. März, findet dann in allen katholischen Kirchengemeinden Deutschlands die Kollekte für die Arbeit von Misereor statt.
(Misereor)






























