Freiburg. Heute (17. November) jährt sich die Seligsprechung von Max Josef Metzger im Freiburger Münster zum ersten Mal. Der Priester und Gründer der Societas Christi Regis setzte sich zeitlebens für Verständigung, soziale Gerechtigkeit und eine Erneuerung des kirchlichen Lebens ein. Sein eigentlicher Gedenktag ist der 17. April – der Tag seiner Hinrichtung im Jahr 1944.
In der Erzdiözese Freiburg wird sein Andenken lebendig gehalten. So erinnerte die Gemeinde Kippenheim (Ortenaukreis) bereits im September mit einer Gedenktafel an den aus dem badischen Schopfheim stammenden Priester. Das Mahnmal soll als Zeichen für Frieden und Versöhnung an sein Wirken erinnern.
Auch Pfarrer Dr. Christian Heß aus der Erzdiözese Freiburg, der über Max Josef Metzger promoviert hat, hält das Andenken an den Seligen lebendig. Am 23. November 2025 lädt der Förderverein Max Josef Metzger e. V. – für Frieden und Einheit zur Christkönigsfeier in Meitingen (Bistum Augsburg) ein. Dr. Heß wird dort einen Vortrag unter dem Titel „Zwischen kirchlicher Tradition und moderner Spiritualität – mit Max Josef Metzger heute dem Christkönig nachfolgen“ halten.
Ein besonderer Höhepunkt in diesem Jahr ist zudem die Errichtung des „M. J. Metzger-Instituts für Dialog und Versöhnung“ an der Theologischen Fakultät der Palacký-Universität im tschechischen Olmütz. Das Institut setzt Metzgers Visionen und Ideale auf internationaler Ebene fort.
Max Josef Metzger wurde während der NS-Zeit aufgrund seiner Friedensarbeit und seiner Kritik am Krieg mehrfach von der Gestapo verfolgt und inhaftiert. Die im März 2024 vom Vatikan genehmigte Seligsprechung würdigt seinen Mut, für Menschlichkeit und Glaubensüberzeugung einzustehen – auch unter den Bedingungen von Krieg und Verfolgung. Weitere Informationen zu Max Josef Metzger finden sich unter www.ebfr.de/mjm sowie auf der Website des Christkönigs-Instituts: www.max-josef-metzger.de
(cvl)
