Pilger der Hoffnung: Malteser-Romwallfahrt

08.10.2025 | Menschen mit und ohne Behinderung pilgern in die Ewige Stadt

Unter dem Motto „Pilger der Hoffnung“ verbrachten 15 Menschen mit Behinderung und 19 Betreuerinnen und Betreuer aus der Erzdiözese Freiburg eine Woche bei der Malteser Romwallfahrt in der italienischen Hauptstadt. Im Mittelpunkt dieser außergewöhnlichen Pilgerreise standen Inklusion, Gemeinschaft und Glaubenserfahrung.
 
Die Pilgerinnen und Pilger feierten Gottesdienste in den größten römischen Kirchen, spürten die Kraft der Gemeinschaft und erkundeten die Ewige Stadt – ein Unterfangen, das viele von ihnen privat nicht schaffen würden. Viele von den Pilgern sind auf Rollstühle angewiesen, unterwegs unterstützten die ehrenamtlichen Malteser beim Bezwingen von Treppen und Kopfsteinpflastern.
 
Neben Besichtigungen des Petersdoms, der Vatikanischen Gärten und Museen stand auch ein Empfang beim Malteserorden auf dem Aventin auf dem Programm. Das Highlight der Wallfahrt war aber für viele die private Audienz bei Papst Leo. Er betete mit den Gläubigen zunächst ein Ave Maria auf Deutsch, ging dann durch die Reihen und nahm sich Zeit für jeden einzelnen Pilger, der im Rollstuhl saß.
 
 
 
Hartmut Ochsenschläger aus Krautheim war bereits zum vierten Mal bei der Malteser Romwallfahrt dabei: „Ich durfte unvergessliche Tage erleben. Ganz besonders war die Begegnung mit dem Papst. Er hat sich so viel Zeit für uns genommen und ist auf jeden Einzelnen zugegangen. Ich habe mich in der Malteser Gemeinschaft sehr wohl gefühlt und hoffe, dass ich beim nächsten Mal nochmal dabei sein kann.“
 
 
 
 
 
Auch für Hedwig Stippler aus Freiburg war die Romwallfahrt ein tolles Erlebnis: „Es hat mich sehr gerührt, wie man sich um mich gekümmert hat. Es war ein gut gemischtes Programm mit einer sehr netten Gruppe. Wir haben nicht nur die schönen Kirchen besichtigt sondern auch einen Ausflug ans Meer gemacht. Es war mein großer Herzenswunsch, nochmal meine Füße ins Meer zu strecken.“
 
 
 
Insgesamt waren 17 Busse und mehr als 650 Pilgerinnen und Pilgern aus ganz Deutschland bei der 14. Malteser Romwallfahrt dabei. In den Bussen fuhren unter anderem Ärzteteams, Mitarbeitende aus der Pflege und dem Rettungsdienst sowie pastorale Mitarbeiter mit. Sie alle kümmerten sich um das Wohl der Pilgerinnen und Pilger sowie um Organisation und Logistik während der Wallfahrt. Damit bieten die Malteser Menschen, die im Alltag auf Barrierefreiheit und Unterstützung angewiesen sind, die Chance, das Zentrum des christlichen Glaubens zu besuchen.
 
 
 
Cornel Brosch-Rohleder aus Freudenberg war als Betreuerin dabei. „Am schönsten war für mich das Gemeinschaftsgefühl, das während der Reise immer weiter gewachsen ist. Eine Herausforderung war es, das Kopfsteinpflaster und die Steigung am Aventin mit den Rollstühlen zu bezwingen. Bewegt haben mich vor allem die Gottesdienste, besonders emotional war die Krankensalbung in der Lateranbasilika.
 
 
 
(Malteser Hilfsdienst e.V.)