Offenburg. Am Donnerstag, 31. Juli 2025, versammelten sich Vertreterinnen und Vertreter der katholischen Hochschulgemeinden im Erzbistum Freiburg zu einer Konferenz an der Hochschule Offenburg, um gemeinsam einen Tag zu verbringen, der vom ersten Augenblick an von herzlicher Gastfreundschaft und spürbarer Aufbruchsstimmung geprägt war. Nach einem entspannten Ankommen bei Kaffee und Gebäck eröffnete Kanzler Dr. Bülent Tarkan die Veranstaltung. Mit spürbarer Freude über die anwesenden Gäste stellte er die Hochschule vor und würdigte das Engagement der Anwesenden. Ihm schloss sich die Vorstandschaft mit einer persönlichen Begrüßung an.
Den inhaltlichen Auftakt setzte Prof. Dr. Annette Bernards mit einem Impulsreferat zum Thema „Katholische Hochschulgemeinden und Kirchenentwicklung 2030“. Sie rief dazu auf, die Hochschulgemeinden nicht als abgeschlossene „Bubble“ zu verstehen, sondern die Chance zu begreifen, im Zuge der Kirchenentwicklung zu Brückenbauenden in den Pfarreien neu werden zu können – sichtbar, offen für Kooperation und getragen von der Überzeugung, dass Studierende ein wertvolles Potenzial für die Kirche sind. „Experimentierfreude“ müsse nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich gewollt sein.
Wie inspirierend Experimente sein können, zeigte sich im anschließenden Workshop „Lego® Serious Play“ mit Andrea Legge. Die Teilnehmenden erhielten eine ungewöhnliche, aber präzise Aufgabe: Bauen Sie ein Modell davon, wie die Hochschulpastoral in fünf Jahren das attraktivste pastorale Feld der Pfarrei neu und der Erzdiözese sein wird. Rasch füllten sich die Tische mit bunten Steinen, Fantasie und lebhaften Gesprächen. Aus kleinen Einzelmodellen entstanden in Gruppenarbeit ganze Miniatur-Landschaften: Gitter und Tore wurden eingerissen, Brücken zwischen Campus und Gemeinde gebaut, bunte Begegnungsplätze erschaffen, die Offenheit, Kreativität und Gestaltungswillen deutlich werden ließen. Am Nachmittag wurden die Ideen schließlich zu einem großen „Systemmodell“ zusammengefügt – zu einem farbenfrohen, dreidimensionalen Zukunftsbild, das nicht nur stand, sondern im besten Sinne strahlte.
Gestärkt von einem reichhaltigen Mittagessen und einer belebenden Kaffeepause folgte dem Workshop nachmittags der Regularienteil, in dem Ordinariatsrätin Susanne Orth und Referatsleitung Dr. Miriam Münch aus dem Ordinariat für Fragen und einen hilfreichen Austausch zu aktuellen Themen zur Verfügung standen. Die Konferenz bot damit nicht nur inhaltliche Impulse und kreative Methoden, sondern auch neue Perspektiven und spürbare Gemeinschaft – ein Tag, der deutlich machte: Die Hochschulpastoral hat Lust auf Zukunft.



