Freiburg. Am Samstag (12.07.) beauftragt Weihbischof Dr. Christian Würtz in St. Franziskus, Karlsruhe insgesamt elf Frauen und Männer als Gemeindereferentinnen, Gemeindereferenten, Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten. Eine von ihnen ist Barbara Schatz, die aus Freiburg stammt und in der Seelsorgeeinheit Freiburg-Südwest tätig ist. In Karlsruhe wird sie zur Pastoralreferentin beauftragt.
Barbara Schatz, 39 Jahre alt, absolvierte ein Studium der Katholischen Theologie in Freiburg und San Salvador. „Ich habe einen Freiwilligendienst in Brasilien gemacht“, berichtet sie. Dies habe ihr Verständnis für die Kirche in unterschiedlichen Kulturen geprägt. Nach dem Studium arbeitete sie sieben Jahre als Bildungsreferentin für globale Freiwilligendienste. Ihre Assistenzzeit absolvierte sie in St. Maria Magdalena im Freiburger Rieselfeld.
Warum Pastoralreferentin?
„Ich habe Lust auf die abwechslungsreiche Arbeit mit so unterschiedlichen Menschen: mit ganz kleinen und schon älteren Kindern, mit Familien, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, mit Alleinstehenden, Senioren, Kranken und Trauernden“, beschreibt Schatz ihre Motivation. Dabei ist ihr wichtig, „mit kirchennahen und kirchenfernstehenden Menschen“ zu arbeiten und „als Theologin in Stadt und Gesellschaft tätig“ zu sein – sei es „in der Liturgie, in der Schule oder im Gespräch auf dem Wochenmarkt.“ Die zunehmende Säkularisierung sieht sie als große Herausforderung: „Ich glaube, dass es neue Worte und Formen braucht, damit Traditionelles weiterhin verstanden wird und die Bedürfnisse der Menschen auf passende Angebote treffen.“
Besonders berührt sie es, „Menschen zu begleiten, insbesondere an Wendepunkten ihres Lebens: im Beerdigungsdienst, bei Segensfeiern oder bei der Vorbereitung auf Sakramente.“ Auch die kreative Gestaltung liegt ihr am Herzen: „Es macht mir Freude, mit Sprache zu spielen und dabei zu versuchen, etwas von Gott zu erzählen – in der Liturgie oder beim Schreiben eines Newsletters.“ Zudem freut sie sich über „Menschen, die Ideen haben, die sich engagieren und etwas ausprobieren wollen – in der Gemeinde, genauso wie im Stadtteil.“
Theologischer Ansatz
Während ihrer Zeit in Lateinamerika hat Barbara Schatz die Befreiungstheologie schätzen gelernt. Ebenso wichtig sind ihr „Ansätze der feministischen Theologie“, die sie während ihrer Ausbildung vertieft hat. Ihr persönliches Leitwort stammt aus dem Johannesevangelium: „Alles ist durch das Wort geworden“ (Joh 1,3).
Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten: Theologie und Seelsorge
Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten sind hauptamtlich Mitarbeitende, die in allen Bereichen der Seelsorge und im Religionsunterricht eingesetzt werden. Sie haben ein Theologiestudium und eine dreijährige Berufseinführung absolviert und arbeiten zum Beispiel im Seelsorgeteam einer Seelsorgeeinheit, in Sonderfunktionen oder der Bildungsarbeit. Sie bringen christliche Werte in sozialen, kulturellen, ethischen, wissenschaftlichen und schulischen Kontexten ein und gestalten gemeinsam mit anderen Kirche und Gesellschaft vor Ort. Seit 1976 hat dieser Beruf in der Erzdiözese Freiburg einen unverzichtbaren und bewährten Platz im Miteinander mit ehrenamtlich Engagierten und den verschiedenen pastoralen Diensten. Derzeit sind rund 260 Frauen und Männer als Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten in der Erzdiözese tätig. Ihre Beauftragung haben die Seelsorgerinnen und Seelsorger in diesem Jahr unter das Leitwort „trotzdem“ gestellt.
(cvl/kas)
