Neue Seelsorgerinnen und Seelsorger im Erzbistum Freiburg

01.07.2025 | Weihbischof Würtz beauftragt Teresa Ostertag zur Pastoralreferentin

Freiburg/Karlsruhe. Am Samstag (12.07.) beauftragt Weihbischof Dr. Christian Würtz in St. Franziskus, Karlsruhe insgesamt elf Frauen und Männer als Gemeindereferentinnen, Gemeindereferenten, Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten. Eine von ihnen ist Teresa Ostertag, die aus Sölden bei Freiburg stammt und in der Seelsorgeeinheit St. Nikolaus Karlsruhe tätig ist. In Karlsruhe wird sie zur Pastoralreferentin beauftragt.
 
Teresa Ostertag studierte Theologie in Freiburg und arbeitete nach der Ausbildung zur Religionslehrerin von 2015 bis 2024 als Lehrerin an beruflichen Schulen. Ebenso absolvierte sie eine Weiterbildung zur Schulseelsorgerin. Sie entschied sich, Pastoralreferentin zu werden, mit der „Überzeugung, dass Jesus mich einlädt, zusammen mit ihm das Evangelium heute lebendig werden zu lassen – mitten unter den Menschen.“ Praktische Erfahrungen sammelte sie in ihrer Assistenzzeit in der Seelsorgeeinheit Waldbronn-Karlsbad. Aktuell ist sie im Anerkennungsjahr in der Seelsorgeeinheit St. Nikolaus Karlsruhe tätig.

Liturgie in all ihrer Vielfalt 

„Mein Herz schlägt für die Liturgie in all ihrer Vielfalt – Feiern, Stärken-Lassen, Raum-Schenken für Gottesbegegnungen, miteinander Gemeinschaft feiern“, sagt die 39-jährige angehende Pastoralreferentin. Teresa Ostertag möchte „liturgische Vielfalt aufblühen lassen – und im caritativen Engagement daran mitwirken, dass Menschen sich ihrer tiefen Würde gewahr werden und ihre Talente zur Entfaltung bringen können.“ Wichtig sind ihr dabei auch „Menschen, die ‚anders‘ sind als ein Teil der Gesellschaft es für ‚normal‘ hält“, betont sie. „Ich möchte mit und für Menschen aus allen Generationen das ermutigende, befreiende und heilsame Evangelium immer wieder neu entdecken und zum Klingen bringen.“ Als Herausforderung sieht sie es, „in den größer werdenden Räumen, in denen wir wirken, in Beziehung mit den Menschen zu sein“. 
 
Ihr theologisch-pädagogischer Ansatz orientiert sich nah an den Worten von Dorothee Sölle: „Wahre Mystik führt nicht zur Weltflucht, sondern zur schärferen Wahrnehmung von Leid, Ungerechtigkeit und Not – und damit zu konkretem Handeln.“ Ebenso versteht Teresa Ostertag „die Begegnung mit Jesus Christus als ein Geschehen in der Stille, im achtsamen Wahrnehmen der Gegenwart, im Anderen und im eigenen Herzen: Inkarnation ist jetzt.“ 

Ihr persönliches Leitwort, das die Begegnung der Apostelin Maria Magdalena mit dem Auferstandenen schildert, unterstreicht dies: „Jesus sagte zu ihr: ‚Maria!‘ Sie drehte sich um und sagte zu ihm auf Hebräisch: ‚Rabbuni!‘“ (Johannes 20,16 – Bibel in gerechter Sprache).

Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten: Theologie und Seelsorge

Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten sind hauptamtlich Mitarbeitende, die in allen Bereichen der Seelsorge und im Religionsunterricht eingesetzt werden. Sie haben ein Theologiestudium und eine dreijährige Berufseinführung absolviert und arbeiten zum Beispiel im Seelsorgeteam einer Seelsorgeeinheit, in Sonderfunktionen oder der Bildungsarbeit. Sie bringen christliche Werte in sozialen, kulturellen, ethischen, wissenschaftlichen und schulischen Kontexten ein und gestalten gemeinsam mit anderen Kirche und Gesellschaft vor Ort. Seit 1976 hat dieser Beruf in der Erzdiözese Freiburg einen unverzichtbaren und bewährten Platz im Miteinander mit ehrenamtlich Engagierten und den verschiedenen pastoralen Diensten. Derzeit sind rund 260 Frauen und Männer als Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten in der Erzdiözese tätig. Ihre Beauftragung haben die Seelsorgerinnen und Seelsorger in diesem Jahr unter das Leitwort „trotzdem“ gestellt.
 
(cvl/kas)