Freiburg/Gengenbach/Emmendingen. Am Samstag (12.07.) beauftragt Weihbischof Dr. Christian Würtz in St. Franziskus, Karlsruhe insgesamt elf Frauen und Männer als Gemeindereferentinnen, Gemeindereferenten, Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten. Eine von ihnen ist Ronja Futterer, die aus Forchheim am Kaiserstuhl stammt und in der Seelsorgeeinheit Vorderes Kinzigtal in Gengenbach tätig ist. In Karlsruhe wird sie zur Gemeindereferentin beauftragt.
Ronja Futterer ist 24 Jahre alt. Nach ihrem Abitur 2018 studierte sie „Angewandte Theologie und Religionspädagogik“ an der Katholischen Hochschule Freiburg. Im Rahmen ihres Studiums absolvierte sie ihr Praxissemester in der Seelsorgeeinheit Bruchsal, in der Justizvollzugsanstalt Bruchsal sowie bei der Lebenshilfe Bruchsal. Ihre zweijährige Assistenzzeit verbrachte sie in den Seelsorgeeinheiten Heitersheim und Markgräflerland. Aktuell ist sie im Anerkennungsjahr in der Seelsorgeeinheit Vorderes Kinzigtal in Gengenbach tätig.
„Nach meiner Erstkommunion wurde ich Ministrantin und habe viele tolle Jahre in unserer Gruppe erlebt. Besonders die Zeit in der Leiterrunde hat mir viel Spaß gemacht. Das Organisieren von gemeinsamen Aktionen, Hüttenwochenenden und Zeltlagern – auch auf Ebene der Seelsorgeeinheit - fand ich toll“, erzählt Ronja Futterer. Ursprünglich wollte sie Konditorin werden, doch „mir wurde der Glaube immer wichtiger und ich wollte durch meinen Beruf die Liebe Gottes, die ich selbst erfahren durfte, weitergeben. Deshalb habe ich mich für den Beruf der Gemeindereferentin entschieden.“
Aufgaben und Herausforderungen
Für die Zukunft der Kirche sieht sie „das Anliegen der Evangelisierung“ als zentral an, denn „sie eröffnet Menschen die Möglichkeit, eine persönliche Beziehung zu Jesus Christus zu entdecken und zu vertiefen.“ Dabei ist es ihr wichtig, „eine Balance zwischen bewährten Traditionen und neuen Ausdrucksformen des Glaubens“ zu finden: „Ich denke, es geht nicht um ein Entweder-oder, sondern um die Verbindung der Schätze der Tradition mit einer zeitgemäßen Umsetzung, wie etwa bei der Auswahl der Lieder.“
Besonders am Herzen liegt ihr die Arbeit mit Kindern: „Mein Herz schlägt für die Arbeit mit Kindern, ganz besonders im Religionsunterricht, aber auch in der Vorbereitung auf die Erstkommunion. Es macht mir sehr viel Freude mit den Kindern über Gott, den Glauben und über Bibelgeschichten zu sprechen.“ Für Ronja Futterer ist es zentral, „Menschen in eine lebendige Beziehung mit Jesus Christus zu begleiten und ihnen die Freude und Hoffnung des Evangeliums erfahrbar zu machen.“
Ihr persönliches Leitwort stammt aus dem Gleichnis vom Sämann: „Ich kann und darf das Wort Gottes verkündigen. Aber wie und wann das Wort Wurzeln schlägt und die Saat aufgeht, liegt in Gottes Hand.“
Gemeindereferentinnen und Gemeindereferenten: Nahe bei den Menschen
Gemeindereferentinnen und Gemeindereferenten sind hauptamtliche Seelsorgerinnen und Seelsorger in katholischen Kirchengemeinden der Erzdiözese Freiburg. Sie haben eine mehrjährige theologische, religionspädagogische und gemeindepraktische Ausbildung absolviert und arbeiten gemeinsam mit anderen hauptberuflich pastoralen Diensten und ehrenamtlich Engagierten im Team einer Seelsorgeeinheit. Zu ihren Aufgaben in der Pastoral gehören die Begleitung und Unterstützung der Ehrenamtlichen und die Vernetzung von Projekten und Initiativen. Dadurch gestalten sie gemeinsam mit anderen Kirche und Gesellschaft vor Ort. Gemeindereferentinnen und Gemeindereferenten eröffnen Räume, in denen Menschen den Glauben miteinander teilen und mit dem eigenen Leben in Verbindung bringen können. Dies kann in der Einzelseelsorge und in der Arbeit mit Gruppen geschehen. Zum weiteren Aufgabenfeld gehören unter anderem der Religionsunterricht an Grund-, Real- und Werkrealschulen, die Trauerpastoral und Beerdigungen, die Leitung von Wortgottesfeiern, die Begleitung verschiedener Gruppen, sowie die Sakramentenkatechese, etwa die Vorbereitung auf die Erstkommunion oder die Firmung. Ihre Beauftragung haben die Seelsorgerinnen und Seelsorger in diesem Jahr unter das Leitwort „trotzdem“ gestellt.
(cvl/kas)
