Boykottiert Produkte mit Palmöl, denn das ist für die Abholzung des Regenwaldes verantwortlich und damit klimaschädlich! Haben Sie das auch schon mal gehört? Und gleich schmeckt die Nuss-Nugat-Creme bloß noch halb so gut! Doch ganz so einfach ist es nicht …
Hummel-Tipp Nr. 140: Palmöl ist böse!!! – Oder?
Ja, um Palmöl anzupflanzen wird viel Regenwald abgeholzt, denn die Nachfrage steigt stetig – das treibt die Klimakrise voran und verringert die Artenvielfalt. 30 Prozent der Waldrodungen in den beiden Hauptproduktionsländern Indonesien und Malaysia sind auf Palmöl zurückzuführen. Allerdings ist es gar nicht so einfach, Alternativen zu finden. Denn Ölpalmen haben einen deutlich höheren Ertrag pro Fläche als andere Öllieferanten wie Kokospalmen, Sonnenblumen, Raps und Soja. Auch für Kokosöl muss Regenwald weichen. Außerdem hat Palmöl besonders gute Produkteigenschaf- ten, nicht umsonst wird es in so vielen Produkten verwendet, von Kosmetika über Tütensuppen bis hin zu Waschmitteln. Seit Jahren versuchen Umweltverbände und Unternehmen den Anbau von Ölpalmen ökologischer zu gestalten. Es ist ein mühsa- mer Prozess in Zusammenarbeit mit den produzierenden Firmen vor Ort, mit dessen Ergebnissen etliche Kritiker_innen noch nicht zufrieden sind.
Was kann man also tun? Vor allem weniger verbrauchen! Die Hälfte unseres Palmöls in Deutschland landet als Biodiesel im Autotank, bzw. produziert Strom und Wärme. Aber auch Tiefkühlpizza, Chips und Schokolade schlagen zu Buche – die Hälfte aller Produkte im Supermarkt enthalten Palmöl! Unser Tipp: Wenn Produkte Palmöl enthal- ten, sollte es zertifiziertes Bio-Palmöl sein. Vor allem aber gilt es zu vermeiden. Also frisch Gekochtes statt Fertiggerichte servieren und öfter mal regionalen Honig statt Nuss-Nugat aufs Brot schmieren! Ist lecker und für die Figur vorteilhafter!
