Patronat: der Schwangeren, Winzer und Bauern; gegen Hals- und Rückenschmerzen
Sixtus bzw. Xystus stammte vermutlich aus Griechenland und wurde am 30. August 257 zum Bischof von Rom geweiht – als Nachfolger des am 2. August verstorbenen Stephan I. (Heiliger). Sonst weiß man recht wenig über Sixtus II. In der lange Jahre geführten Auseinandersetzung über die Rechtmäßigkeit der Ketzertaufe scheint er die Position der afrikanischen Bischöfe vertreten zu haben, die diese als gültig definiert hatten. Erst auf der Synode von Arelate (heute Arles, Provence) 315 wurde sie endgültig für nicht rechtens erklärt. Als unter Kaiser Valerian 258 Christenverfolgungen begannen, vertraute Sixtus der Legende nach seinem Diakon Laurentius das Vermögen der römischen Kirche an, damit dieser es an die Armen verteilen möge, bevor es dem Kaiser in die Hände fiele. Kurz darauf wurde Sixtus verurteilt und am 6. August 258 enthauptet. Man bestattete ihn in den Calixtus-Katakomben an der Via Appia. Laurentius erlitt am 10. August 258 den Märtyrertod. Sixtus II. und Laurentius sind Kanonheilige, d. h. Heilige der katholischen Kirche, deren Namen im Messkanon, dem Hochgebet, genannt werden.
Darstellung: im Papstgewand
Attribute: Tiara, Kreuzstab (mit zwei oder drei Querbalken), Buch; Geldstück oder Geldbeutel (Symbole für seine Armenfürsorge bzw. für den an seinen Diakon Laurentius übergebenen Kirchenschatz); Palmzweig, Schwert (Martyrium)

Quelle: Herder-Verlag