Heiligsprechung 1938
Patronat: Kärnten; Bistum Gurk-Klagenfurt; gegen Augenleiden und Krankheit allgemein; für eine glückliche Geburt
Die Angaben über das Geburtsjahr der Hemma von Gurk sind unterschiedlich, sie wurde im Jahr 970, 980 oder 990 in Kärnten als Gräfin von Friesach-Zeltschach geboren. Als nahe Verwandte wurde sie am Hofe Kaiser Heinrichs II. erzogen, heiratete den Grafen Wilhelm von der Sann und hatte mit ihm zwei Söhne, Hartwig und Wilhelm. Nachdem ihre Söhne gestorben und Markgraf Wilhelm am 20. März 1036 durch den 1035 abgesetzten Kärntner Herzog Adalbero von Eppenstein (um 980–1039) aus Rache getötet worden war, vermachte Hemma ihre Güter der Kirche und unterstützte damit Benediktinerklöster wie z.B. Admont in der Steiermark.
Ihr Schloss selbst wandelte sie in das Kloster Gurk um, in das sie als Nonne eintrat. Hemma von Gurk starb am 29. Juni 1045, ihre Verehrung wurde 1287 kirchlich anerkannt. Der 1466 von Papst Paul II. eingeleitete Heiligsprechungsprozess wurde allerdings erst am 4. Januar 1938 unter Pius XI. abgeschlossen. Die Gebeine der Heiligen ruhen seit 1174 im Dom in Gurk.
Darstellung: in Witwenkleidung, Almosen austeilend
Attribute: Rosen (als Symbol ihrer Nächstenliebe); Kirchenmodell (Klostergründung in Gurk/Kärnten)

Quelle: Herder-Verlag