Rudolf (Rodolfo) wurde um 1030 in Umbrien (Italien) geboren und entstammte einer wohlhabenden vornehmen Familie. Diese war sehr religiös, und gemeinsam mit seiner Mutter und seinen Brüdern schenkte er der Kirche die Burg Camporeggiano in der Nähe von Gubbio (nördlich von Perugia, Mittelitalien) zur Gründung eines Klosters. Ebenso wie einer seiner Brüder ging Rudolf schließlich ins Benediktinerkloster Fonte Avellana, das von Petrus Damiani (um 1006–72; Benediktinerprior und ab 1057 Kardinalbischof von Ostia; hl.) reformiert worden war.
Rudolf soll ein Vorbild an Selbstlosigkeit und Bußfertigkeit gewesen sein, und so wurde er 1058 zum Bischof von Gubbio ernannt. 1059 nahm er am Konzil von Rom teil und setzte sich vehement gegen die Simonie (den Handel mit Kirchenämtern, Reliquien oder Sakramenten) ein. Rudolf starb vermutlich am 26. Juni 1064 in Gubbio. Petrus Damiani, der ihn hoch geschätzt hatte, verfasste ihm einen ehrenden Nachruf.
Darstellung: als Benediktiner im schwarzen Habit oder im Bischofsornat, vor dem Kreuz kniend
Attribute: Mitra, Stab, Kruzifix

Quelle: Herder-Verlag