Etheldreda (Edeltraud) von Ely

Namenstage: Edeltraud

Funktion: Heilige, Königin von Northumbria, Benediktinerin, Äbtissin

Gedenktag: 23. Juni

Patronat: gegen Augenleiden

besonders verehrt in England

Etheldreda, eine Tochter des angelsächsischen Königs Anna von East Anglia (heute die Grafschaften Norfolk und Suffolk nördlich von London), wurde sehr jung mit dem schottischen Fürsten Tondberth vermählt, lebte aber mit ihm in enthaltsamer Ehe zusammen. Nach seinem frühen Tod zog sie sich auf die Insel Ely (nördlich von Cambridge) zurück, wurde dann aber als 25-Jährige mit dem erst 15 Jahre alten König Egfrid von Northumbria (Nordengland) verheiratet. Als dieser nach zwölf Jahren den Vollzug der Ehe einforderte, verließ sie ihn und wurde Nonne im Benediktinerinnenkloster Coldingham in Schottland. 673 gründete sie das Kloster Ely in Essex, das sie bis zu ihrem Tod am 23. Juni 679 – sie starb an der Pest – als Äbtissin leitete. Im Jahre 695 bettete man ihren unversehrt aufgefundenen Leib in einen antiken Steinsarkophag in der Klosterkirche um, und schon bald wurde ihr Grab zu einem viel besuchten Wallfahrtsort. Auch heute noch wird Etheldreda vor allem in England sehr verehrt.

Darstellung: als Äbtissin

Attribute: Lilienzweig (als Symbol ihrer Jungfräulichkeit), abgelegte Krone und Zepter

 

Quelle: Herder-Verlag

Dieser Text ist dem "Lexikon der Heiligen und Namenstage" entnommen. Albert Urban (Hg.), Herder-Verlag, Freiburg, 2010