Patronat: Mainz; der Bauern; gegen Hals- und Kopfschmerzen, Epilepsie, Harnwegserkrankungen, Pest und Unwetter
besonders verehrt in Mainz
Nach der vom Mainzer Erzbischof Hrabanus Maurus (780–856; hl.) verfassten Legende war Alban ein Priester, der zur Zeit von Kaiser Theodosius (379–95) von einer östlichen Mittelmeerinsel – möglicherweise der Kykladeninsel Naxos – nach Italien kam, von dort als Prediger im Kampf gegen die arianische Ketzerlehre, die die Wesensgleichheit (Homousie) von Gott Vater und Gott Sohn leugnete, nach Gallien weiterzog und sich schließlich nach 400 in Mainz niederließ, wo er während des Vandalensturms von 406 den Tod fand. Er soll nach der Enthauptung seinen Kopf noch selbst an die Stelle getragen haben, wo er begraben werden wollte.
Albans Grab wurde bei Ausgrabungen auf dem spätrömischen Friedhof im Süden von Mainz auf der »Albanschanze « gefunden, wo Karl der Große (König ab 768, Kaiser 800–14; [hl.]) zu Ehren Albans ein Benediktinerkloster hatte errichten lassen.
Darstellung: als Priester, Diakon oder Bischof (obwohl er keiner war)
Attribute: Buch; Schwert, abgeschlagener Kopf (Martyrium)

Quelle: Herder-Verlag