Bruno von Asti (oder von Segni) wurde vermutlich um das Jahr 1049 in der Nähe von Asti (Piemont) geboren und war von adliger Herkunft. Er wurde in einem Kloster in der Nähe von Asti ausgebildet und wurde später zum Domherrn von Siena. Auf dem Konzil von 1079 trat er vehement und mit großer Redebegabung gegen den Scholastiker Berengard von Tours auf, der die katholische Lehre vom Abendmahl und die Verwandlung von Brot und Wein in Leib und Blut Christi anzweifelte. Dadurch empfahl sich Bruno bei Papst Gregor VII. (Heiliger), durch dessen Unterstützung er nur wenig später das Amt des Bischofs von Segni (in der Nähe von Rom) erhielt. Nach Papst Gregor VII. nahmen auch die folgenden Päpste (Viktor III., Urban II. und Paschalis II.) seine Dienste und seinen Rat in Anspruch. Urban II. begleitete er 1095 auf dessen Reise nach Frankreich und nahm dort am Konzil in Tours teil. 1102 trat Bruno dem Benediktinerorden im Kloster Monte Cassino als Mönch bei, ohne sein Bischofsamt in Segni niederzulegen. 1107 wurde er Abt des Klosters. Als er an der Seite unzufriedener Bischöfe gegen Papst Paschalis II. Partei ergriff, musste Bruno 1116 sein Amt als Klosterabt niederlegen und nach Segni zurückkehren. In seiner Diözese war er bis 1118 tätig, bevor er im Jahr 1123 verstarb. Bruno von Asti hinterließ zahlreiche hochangesehene Schriften, u. a. Auslegungen der Bibel und Lebensbeschreibungen des Papstes Leo IX. (Heiliger) und des Heiligen Petrus von Anagni. 1183 wurde Bruno von Papst Lucius III. heiliggesprochen.
Darstellung: als Bischof im Ornat
Attribute: Mitra, Stab, Buch

Quelle: Herder-Verlag