Patronat: der Dienstmägde
Sibyllina, geboren 1287 in Pavia (Norditalien), wurde früh Waise und musste ihr Brot als Dienstmagd verdienen. Als sie mit zwölf Jahren erblindete, schloss sie sich dem Dritten Orden der Dominikaner an. Ab 1302 lebte sie als Reklusin (»Zurückgezogene«) in einer Zelle neben der Klosterkirche in Pavia ein strenges Büßerinnenleben. Wegen ihrer offenbar charismatischen Ausstrahlung kamen Ratsuchende von nah und fern, und man verehrte sie schon bald als Heilige.
Sibyllina starb am 19. März 1367 und wurde in der Dominikanerkirche von Pavia beigesetzt. An ihrem Grab, das zur Pilgerstätte wurde, sollen sich wundersame Heilungen ereignet haben. 1854 wurde Sibyllina von Papst Pius IX. (Seliger) seliggesprochen.
Darstellung: als Nonne im Gebet
Attribut: Jesuskind (Vision)

Quelle: Herder-Verlag