Felix II.

Namenstage: Felix

Funktion: Heiliger, Bischof von Rom (Papst)

Gedenktag: 1. März

Felix II., geboren in Rom als Sohn eines adeligen Presbyters (Gemeindeältesten) gleichen Namens, wurde am 13. März 483 zum Nachfolger des drei Tage zuvor verstorbenen Papstes Simplicius (Heiliger) geweiht. Der Überlieferung nach war er vor seinem Amtsantritt verheiratet, und unter seinen Nachkommen war der spätere Papst Gregor I. der Große (590–604; Heiliger).
Während seines Pontifikats eroberte der Ostgotenkönig Theoderich der Große ganz Italien, und in Nordafrika wurden die Katholiken von den arianischen Vandalen verfolgt. Außerdem führten Auseinandersetzungen mit dem Patriarchen Akakios von Konstantinopel, über den Felix den Kirchenbann verhängte, 484 zum ersten Schisma zwischen der West- und der Ostkirche, das erst 519 von Papst Hormisdas (Heiliger) beigelegt werden konnte.
Felix II. – er wurde früher wegen eines Gegenpapstes, der sich Felix II. nannte (355–58) und lange Zeit als rechtmäßiger Amtsinhaber galt, fälschlich als Felix III. geführt – starb am 1. März 492 in Rom und fand sein Grab in der Basilika des Heiligen Paulus. Nachfolger wurde Gelasius I. (bis November 496; Heiliger).

Darstellung: im Papstgewand

Attribute: Tiara, Kreuzstab (mit drei Querbalken), Buch

 

Quelle: Herder-Verlag

Dieser Text ist dem "Lexikon der Heiligen und Namenstage" entnommen. Albert Urban (Hg.), Herder-Verlag, Freiburg, 2010