Alto

Namenstage: Alto

Funktion: Heiliger, Missionar, Klostergründer, Abt

Gedenktag: 9. Februar

besonders verehrt in Altomünster

Alto war der Legende nach ein aus Irland oder Schottland stammender Glaubensbote, der um 730 nach Bayern kam und im heutigen Landkreis Dachau als Eremit lebte. Wahrscheinlich wurde er aber in Bayern geboren und von angelsächsischen Mönchen zum Christentum bekehrt, bevor er selbst als Missionar wirkte. Historisch gesichert ist, dass ihm Frankenkönig Pippin III. der Jüngere (751–68), ein Förderer der Kirche, östlich von Augsburg ein Waldstück schenkte, wo er das später nach ihm benannte Benediktinerkloster Altomünster gründete, als dessen erster Abt er bis zu seinem Tod um 760 fungierte.
Die Legende erzählt auch, wie Alto die Bäume, die gefällt werden mussten, mit seinem Messer kennzeichnete und diese dann von selbst umfielen. Außerdem ließ er während des Baus der vom Heiligen Bonifatius geweihten Klosterkirche mit seinem Stab eine Quelle entspringen, die bald als Heilquelle besucht wurde.
1497 wurde das mehrmals zerstörte und wieder aufgebaute Kloster dem Birgittenorden übertragen. Nach der Säkularisation 1803 wurde das Nonnenkloster 1842 wieder eröffnet. Es ist heute das einzige Kloster dieses Ordens im gesamten deutschen Sprachraum. Die Gebeine des Gründers ruhen unter dem rechten Seitenaltar der im 18. Jahrhundert errichteten Pfarr- und Klosterkirche von Altomünster. Ein Reliquienschrein enthält seine Hirnschale und sein Messer.

Darstellung: als Abt

Attribute: Mitra, Stab, Buch, Messer oder Kelch, in dem das Jesuskind sitzt (weil es ihm während der Messe erschien)

 

Quelle: Herder-Verlag

Dieser Text ist dem "Lexikon der Heiligen und Namenstage" entnommen. Albert Urban (Hg.), Herder-Verlag, Freiburg, 2010