Susanna

Namenstage: Susanna, Susanne

Funktion: biblische Gestalt

Gedenktag: 19. Dezember

Patronat: der Glocken

Die Geschichte der keuschen Susanna wird im Alten Testament in den Anhängen zum Buch Daniel erzählt (Daniel 13,1–64). Sie war die Tochter Hilkijas und mit Jojakim, einem reichen und angesehenen Mann, verheiratet, in dessen Haus in Babylon die Ältesten und Richter oft zusammenkamen. Zwei dieser Ältesten begehrten die schöne Frau und überraschten sie, als sie eines Tages allein im Garten badete. Die Männer drohten ihr: Sollte sich Susanna nicht gefügig zeigen, würden sie sie der Unzucht mit einem jungen Mann beschuldigen. Die gottesfürchtige Frau blieb standhaft und wollte lieber unschuldig zu Tode verurteilt werden als sich des Ehebruchs schuldig machen.
Das Volk war bestürzt ob der Anschuldigungen gegen Susanna, schenkte aber den beiden Ältesten Glauben und verurteilte Susanna. Als sie zur Hinrichtung schritt, erfüllte Gott den jungen Daniel mit dem Heiligen Geist und ließ ihn für die Unschuldige sprechen. Er befragte die beiden Ankläger getrennt voneinander, und durch ihre widersprüchlichen Angaben erwiesen sie sich als schuldig. Für ihr falsches Zeugnis wurden sie mit dem Tod bestraft; Susannas Ruf aber war wiederhergestellt, und sie galt fortan als Vorbild für Keuschheit und Gottesfurcht.

Darstellung: im Garten badend, bedrängt von den beiden Ältesten; vor Gericht

 

Quelle: Herder-Verlag

Dieser Text ist dem "Lexikon der Heiligen und Namenstage" entnommen. Albert Urban (Hg.), Herder-Verlag, Freiburg, 2010