Albuin (Witta) von Büraburg (Fritzlar)

Namenstage: Albuin

Funktion: Heiliger, Gefährte des Heiligen Bonifatius, Missionar, Bischof von Büraburg

Gedenktag: 26. Oktober

Patronat: Büraburg bei Fritzlar besonders verehrt im Bistum Fulda

Witta von Büraburg (auch bekannt als Wittan, Witla, Wizo, Albuin oder Albinus von Büraburg bzw. Fritzlar) wurde um das Jahr 700 in Wessex in England geboren. Seine Erziehung soll er im Kloster von Iona, dem geistlichen Zentrum Schottlands, erfahren haben. Als Schüler und Weggenosse des Bonifatius (Missionar; 672/73–754; Heiliger; organisierte von 738 bis zu seinem Märtyrertod 754 als päpstlicher Legat u. a. die mitteldeutsche und fränkische Kirche) führte ihn seine Missionarstätigkeit in das Gebiet von Hessen und Thüringen. 741/42 wurde er von Bonifatius zum ersten Bischof des Bistums Büraburg bei Fritzlar geweiht, welches 743 vom Papst bestätigt wurde. Die Teilnahme Wittas an dem von Bonifatius einberufenen fränkischen Reformkonzil im Jahre 743 ist noch überliefert, dann findet er keine Erwähnung mehr. Wittas Tod wird gemeinhin für das Jahr 747 angenommen, da Lullus (um 710–86; späterer Erzbischof von Mainz) in diesem Jahr das Bistum Büraburg in das Bistum Mainz eingliederte, um die Erweiterung dieses Sprengels zu begünstigen. Bis 786 behielt es als Chorbistum jedoch eine gewisse Eigenständigkeit. Andere Quellen datierenWittas Tod nach 760. Begraben wurde Witta in der Kapelle des Heiligen Sturmius (um 715–79) in Hirschfeld (Hersfeld), an deren Stelle Lullus im Jahre 769 die dortige Benediktinerabtei gründete.

 

Quelle: Herder-Verlag

Dieser Text ist dem "Lexikon der Heiligen und Namenstage" entnommen. Albert Urban (Hg.), Herder-Verlag, Freiburg, 2010