Patronat: Stadt Köln; der Soldaten; gegen Kopfschmerzen
Der Legende zufolge gehörte der um 270 geborene Gereon der aus Ägypten stammenden Thebäischen Legion an, die überwiegend aus Christen bestand. Eine 318 Mann starke Abteilung wurde im Auftrag des Maximianus (285–305), römischer Kaiser und Mitregent Diokletians, zur Verstärkung seines Heeres nach Gallien und Germanien kommandiert. Die Weigerung der Soldaten, an heidnischen Opferzeremonien und der Christenverfolgung teilzunehmen (die unter Kaiser Diokletian einen ihrer Höhepunkte erreichte), hatte drastische Konsequenzen: Zweimal hintereinander ließ Maximianus jeweils jeden zehnten Mann der Legion töten, um die restlichen umzustimmen (das »Dezimieren «). Von ihrem Wortführer Gereon ermutigt, hielten jedoch alle Soldaten an ihrem Glauben fest, weshalb sie schließlich auf einem Feld im späteren Mechtern (von »ad martyres«), heute zu Köln gehörend, um das Jahr 304 enthauptet wurden.
Gereons Leib soll anschließend in einen Brunnen vor den Mauern der Stadt geworfen worden sein. An dieser Stelle ließ Kaiserin Helena (um 257–336; Mutter von Kaiser Konstantin dem Großen; Heilige) später eine Kirche zu Ehren des Märtyrers errichten. Heute steht dort die Basilika St. Gereon, deren älteste Teile aus dem 4. Jahrhundert stammen.
Die Legende verlegte wohl die Geschichte vom Martyrium des Heiligen Mauritius von Agaunum aus dem 3. Jahrhundert von der Schweiz an den Niederrhein, wenn auch Funde in ehemaligen römischen Gräberfeldern als Bestätigung der Kölner Legende dienen sollten. 1121 glaubte der Heilige Norbert von Xanten, bei Reliquiengrabungen die Gebeine von Gereon entdeckt zu haben, die seither verehrt werden. Wie andere Heilige, die enthauptet wurden, wird auch der Heilige Gereon bei Kopfschmerzen angerufen.
Darstellung: als römischer Soldat in Ritterrüstung, zusammen mit weiteren römischen Soldaten
Attribute: Kreuz, Kreuzbanner

Quelle: Herder-Verlag